Neue Ergebnisse der Global QUASIMS-Studie (Quality Assessment in MS Therapy) wurden jetzt auf dem 15. Jahrestreffen der European Neurological Society in Wien vorgestellt. QUASIMS ist bis heute die weltweit größte retrospektive Beobachtungsstudie zu Multipler Sklerose (MS). An der Studie, bei der die verfügbaren Beta-Interferon-Präparate bei schubförmig remittierender MS in verschiedenen klinischen Szenarien verglichen werden, nehmen über 7.000 Patienten teil.

In der QUASIMS Studie wurden Patienten mit schubförmig remittierender MS untersucht, die eine Beta-Interferon-Therapie über mindestens zwei Jahre ohne Unterbrechung erhielten. QUASIMS ist eine open-label, retrospektive, vierarmige, multi-zentrische Beobachtungsstudie die in Deutschland, Österreich und der Schweiz ihren Ursprung hatte und auf andere Länder ausgedehnt wurde. Es wurden Patienten in die Studie aufgenommen, die ohne Unterbrechung mit entweder 1 Mal wöchentlich 30 mcg Interferon beta-1a, jeden zweiten Tag 250 mcg Interferon beta-1b, dreimal wöchentlich 22 mcg Interferon beta-1a eines anderen Herstellers oder dreimal wöchentlich 44 mcg desselben Wirkstoffs behandelt wurden.

Die Studie ergab, dass nach zwei Behandlungsjahren die Veränderung in Bezug auf den "Expanded Disability Status Scale (EDSS)"-Wert zu Beginn der Studie bei 0,13 unter Interferon beta-1a lag, bei 0,26 unter Interferon beta-1b, und 0,16 beziehungsweise 0,22 bei der niedrigen beziehungsweise höheren Dosierung von Interferon beta-1a. Der Prozentsatz der Patienten, die nach zwei Jahren schubfrei waren, lag bei 48 Prozent, 47 Prozent und 44 beziehungsweise 39 Prozent.

MEDICA.de; Quelle: European Neurological Society Jahreskongress 2005