Das zeigt eine Studie aus San Francisco. Demnach haben 25 Prozent der 103.788 US-amerikanischen Veteranen, die in Afghanistan oder Irak gedient haben, eine Diagnose aus dem Bereich psychischer Erkrankungen. Etwa die Hälfte von diesen wiederum leidet an zwei unterschiedlichen seelischen Beschwerden.

Am verwundbarsten sind offenbar die jungen Soldaten im Alter zwischen 18 und 24 Jahren und jene, die dem Kampf am unmittelbarsten ausgesetzt waren. Junge Soldaten haben ein 3.32-fach höheres Risiko, mit einer oder mehreren psychischen Störungen diagnostiziert zu werden als Soldaten im Alter über 40 Jahre. Das Risiko eines „Post Traumatic Stress Disorder" (PTSD) ist sogar 5-fach höher.

Die Untersuchung basierte auf den Daten jener Soldaten, die an den Operationen „Enduring Freedom“ und „Operation Iraqi Freedom Roster“ teilgenommen hatten und sich nach ihrer Rückkehr zwischen September 2001 und 2005 in den USA behandeln ließen.

Die häufigste Diagnose lautet, wenig verwunderlich, „Post Traumatic Stress Disorder“. Dicht dahinter folgen Angsterkrankungen, Depressionen, Drogenmissbrauch oder Verhaltens- und psychosoziale Störungen. Dabei gab es kaum Unterschiede zwischen männlichen und weiblichen Soldaten oder unterschiedlichen ethnischen Herkünften.

MEDICA.de; Quelle: Archives of Internal Medicine 2007, Vol. 167, S. 476-482