In einer Studie sollte der Stellenwert von echten koregistrierten PET-/CT-Bildern mit einer virtuellen Fusion von PET-Bildern und CT-Bildern im Hinblick auf die Nachsorge beim kolorektalen Karzinom verglichen werden. An dieser retrospektiven Studie nahmen 29 Patienten teil. Das Alter lag zwischen 51 und 76 Jahren. Die PET-Untersuchung wurde 90 Minuten nach intravenöser Injektion von 370 MBq 18F-FDG durchgeführt. Mit oraler Kontrastmittelgabe begleiteten die Studienleiter die native CT-Untersuchung.

Die Auswertung erfolgte durch je zwei Nuklearmediziner und zwei erfahrene Radiologen unabhängig und geblindet. Zuerst wurden die CT- und PET-Bilder unabhängig voneinander befundet und eventuelle Befunde anhand einer fünfstufigen Skala graduiert. In einem zweiten Schritt erfolgte eine Konsensusbefundung mit virtueller Fusion der PET- und CT-Bilder. Anschließend wurden die reellen, koregistrierten, fusionierten PET-/CT-Bilder beurteilt. Standard war der klinische Verlauf von mehr als acht Monaten.

Insgesamt fanden sich im koregistrierten PET/CT 86 maligne Läsionen, 68 wurden mittels PET allein, 65 mittels CT allein diagnostiziert. Ein Vergleich der nativen CT mit den PET-Aufnahmen ergab eine Übereinstimmung bei 62 von 104 Läsionen. Durch den virtuellen Vergleich und die gleichzeitige Befundung der PET-Bilder und der CT-Bilder konnten 81 von 104 Befunden richtig eingeordnet werden.

Ein Vergleich der virtuellen Fusion mit den koregistrierten echten PET-/CT-Bildern zeigte eine Übereinstimmung bei 94 der 104 Befunde, bei 13 Läsionen beziehungsweise sieben von 29 Patienten erbrachte das "echte" PET-CT eine relevante Zusatzinformation.

MEDICA.de; Quelle: Fortschr Röntgenstr 2005, Vol. 177, S. 1235-1241