Der Trainierende wird mit Hilfe eines Datenhelms in eine virtuelle Welt entführt, in der sein Sichtfeld eingeschränkt ist. So kann der Nutzer die virtuelle Welt nur durch seine Kopfbewegungen, nicht aber durch bloße Augenbewegung, betrachten. Über den Datenhelm werden Kräfte auf den Kopf des Benutzers übertragen. Dabei dosiert der Taurus Necktrainer die Kräfte, die auf den Nutzer übertragen werden sehr genau.

Andererseits misst das System auch die muskulären Kräfte, die durch die Kopfbewegung des Nutzers entstehen. "Diese Rückkopplung ist wichtig, um das Krafttraining richtig zu dosieren und den erzielten Kraftaufbau zu messen. Die Kombination von Virtueller Realität, einer wirklich gezielten Einwirkung von Kräften auf den Kopf des Nutzers und einer Rückkopplung, die zeigt wie stark die Kräfte sind, die vom Trainierenden ausgehen, ist weltweit einzigartig. Nicht zu vergessen, dass das Eintauchen in die Virtuelle Welt den Nutzern Spaß bringt und sie so zum Trainieren ermuntert", erklärt Dr. Ulrich Bockholt, Wissenschaftler am Fraunhofer-Institut fuer Graphische Datenverarbeitung IGD, die Vorteile des Taurus Necktrainers.

Bislang wurden zwei Szenarien entwickelt: Beim Szenario "Virtuelles Weltall" verfolgt der Nutzer mit seinem Blick den Flug der Erde durch das Weltall. Dieser Flug stimuliert Kopfbewegungen in Rotations- und Flexionsrichtungen, die den gesamten physiologischen Bewegungsraum ausnutzen. Beim Szenario "Formel-1-Spiel" soll der Fahrer den Kopf möglichst gerade halten und die Straße im Blick behalten, während seitliche Kräfte auf den Helm und damit die Halswirbelsäulenmuskulatur einwirken.

MEDICA.de; Quelle: Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung