Vitamin-C-Einnahme korreliert mit Atembeschwerden

Vitamin C in der Schwangerschaft -
gut oder schlecht fürs Kind?
© Hemera

Verschiedene Studien haben dem Vitamin E einen Lungen-protektiven Effekt zuschreiben können. Die neuen Studien zum Vitamin C laufen dem entgegen.

Wissenschaftler der University of Aberdeen hatten 2.000 Frauen für eine protektive Studie zum Zusammenhang von Antioxidantien-Einnahme in der Schwangerschaft und Atembeschwerden sowie Ekzemen beim Kind gewinnen können.

Die Frauen wurden ausführlich zu ihren Eßgewohnheiten in der Schwangerschaft befragt und die Blutspiegel verschiedener Antioxidantien gemessen. Sechs, zwölf und 24 Monate nach der Geburt wurden die Frauen zum Gesundheitszustand ihrer Kinder befragt.

Im ersten Lebensjahr der Kinder zeigte sich keinerlei Zusammenhang zwischen der mütterlichen Antioxidantien-Einnahme und Ekzemen beziehungsweise Atembeschwerden. Das änderte sich jedoch im zweiten Jahr. Dann zeigte sich nämlich ein negativer Zusammenhang zwischen Vitamin-E-reicher Nahrung in der Schwangerschaft und Atembeschwerden beim Kind. Bei Frauen mit Atopie bestand darüber hinaus ein negativer Zusammenhang zwischen Vitamin E und Ekzemen.

Die Einnahme von Vitamin C dagegen zeigte eine positive Assoziation sowohl zu Pfeifgeräuschen wie auch zu Ekzemen im zweiten Lebensjahr des Kindes. Frauen in der höchsten Quintile der Vitamin-C-Einnahme hatten Kinder, deren Risiko für pfeifende Atemgeräusche dreifach erhöht war. Die Studienleiter warnen jedoch vor voreiligen Schlüssen. Weitere Studien sollen nun diese beunruhigenden Untersuchungsergebnisse verifizieren.

MEDICA.de; Quelle: American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine 2005, Vol. 171, S. 121-128