Vitamin-Mineralien-Kombi erhöht das Fetusgewicht

Mit Nahrungsergänzung wird der
Bauch noch ein wenig runder
© Hemera

Die neonatale Mortalität trägt weltweit am meisten dazu bei, dass Kinder im Alter unter fünf Jahren sterben. Häufig ist bei solchen früh verstorbenen Kindern das Geburtsgewicht sehr gering.

Ziel muss daher sein, das Geburtsgewicht und die Schwangerschaftsdauer bei einer großen Zahl von Schwangerschaften generell zu erhöhen. In einer Studie sollte nun getestet werden, ob Nahrungs-Supplemente mit verschiedenen Vitaminen und Nährstoffen dieses Ziel erreichen können.

Die Untersuchung fand in Nepal statt, im Distrikt Dhanusha. 1.200 schwangere Frauen, die noch vor der 20. Schwangerschaftswoche waren, nahmen daran teil. Randomisiert erhielten sie bis zur Geburt lediglich Eisen- und Folsäuresupplemente (Kontrollgruppe) oder zusätzlich Supplemente mit 15 verschiedenen Vitaminen und Mineralien.

Das durchschnittliche Geburtsgewicht lag bei 2.733 Gramm in der Kontroll- und 2.810 Gramm in der Interventionsgruppe (p gleich 0.004).

Der Anteil der Kinder mit geringem Geburtsgewicht sank unter der Vitamin-Mineralien-Kombi um relativ 25 Prozent. Bezüglich der Gestationsdauer, der Länge des Kindes und dem Kopfumfang jedoch sah man keinerlei Unterschied zwischen beiden Gruppen.

Natürlich ist dadurch noch nicht bewiesen, dass durch das höhere Geburtsgewicht auch die Säuglingssterblichkeit tatsächlich sinkt. Dies sollen nun weiter führende Untersuchungen zeigen.

MEDICA.de; Quelle: Lancet 2005, Vol. 365, S. 955-962