Vitamin D hilft vorbeugend

Reich an Vitamin D; © Hemera

Dies ist eine positive Nachricht für die rund 22 Millionen Menschen, die an Herzinsuffizienz erkrankt sind. Dies ist aufgrund der Altersverschiebung der Gesellschaft eine Erkrankung mit stetig steigender Bedeutung und weist trotz Verbesserungen in der medikamentösen Therapie immer noch eine hohe Mortalität auf.

In einer Studie, an der 93 Patienten teilnahmen, wurde schwer herzinsuffizienten Patienten entweder Vitamin D oder Placebo verabreicht. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass die Vitamin D-Gabe zu einem Anstieg entzündungshemmender Substanzen im Blut und zur Unterdrückung entzündungsfördernder Substanzen führt. Diese Zytokine zählen zu den Gewebshormonen, die unter anderem die Abwehr von Bakterien steuern und koordinieren. Im Verlauf der Herzinsuffizienz kommt es jedoch krankheitsbedingt fast immer zu einer überschießenden Ausschüttung entzündungsfördernder Substanzen. Dies wirkt sich nicht nur negativ auf den weiteren Krankheitsverlauf aus, sondern kann bei den Betroffenen zu einem wahren Teufelskreis führen, da durch die auftretende Herzschwäche die Ausschüttung dieser Gewebshormone weiter ansteigt. Es konnte nachgewiesen werden, dass Vitamin D das Entzündungsprofil bei Patienten mit Herzmuskelschwäche verbessern kann.

Zukünftig könnte also Vitamin D als entzündungshemmende Substanz bei der Behandlung der Herzinsuffizienz von Bedeutung sein. Eine Therapieempfehlung wollen die Studienleiter zurzeit aber noch nicht geben. Auch die Mortalität ließ sich bisher durch die Vitamin D-Gabe nicht reduzieren, da der Teufelskreis, in dem sich die schwer herzkranken Patienten befinden, nur sehr schwierig zu durchbrechen ist. Von größerer Bedeutung ist daher die vorbeugende Wirkung einer ausreichenden Vitamin D-Versorgung in jüngeren Jahren.

MEDICA.de; Quelle: American Journal of Clinical Nutrition 2006, Vol. 83, S. 754-759