Ein Team von Wissenschaftlern um Dr. Majid Fotuhi von der Johns Hopkins University in Baltimore, USA, hat acht Jahre lang rund 5.000 ältere Personen des Cache County in Utah, USA, untersucht. Sie interessierten sich vor allem für deren Einnahme von Vitamin C und E und des nicht-steroidalen Antirheumatikums Ibuprofen. 127 Teilnehmer der Studie nahmen tatsächlich alle drei Wirkstoffe beziehungsweise Vitamine ein.

Prospektiv wurde innerhalb des achtjährigen Untersuchungszeitraums der geistige Zustand der Probanden überprüft. Bei jenen 127 Personen, die alle drei Substanzen einnahmen, war der Leistungsabfall im Modified Mini-Mental State Exam deutlich weniger stark über die Jahre hinweg als bei den anderen Personen, wie die Wissenschaftler jetzt auf dem 58 Jahreskongress der American Academy of Neurology (AAN) in San Diego darlegten. Nachdem man aus den Testergebnissen Faktoren wie Alter, Geschlecht, APOE-Genotyp, Hypertonie, Cholesterinwerte und verschiedene kardiovaskuläre Erkrankungen herausgerechnet hatte, zeigte sich: Wer die beiden Vitamine plus Ibuprofen zu sich nimmt, schneidet im Modified Mini-Mental State Exam pro zwei Jahre um einen Punkt besser ab.

Die Studienleiter gehen davon aus, dass diese Vitamin-NSAR-Kombination auf zweifache Weise gegen Morbus Alzheimer wirkt: Zum einen reduzieren die beiden Vitamine Entzündungen, zum anderen sinkt unter Ibuprofen die Amyloid-Menge im Gehirn. Amyloid trägt zu Entzündungen im Gehirn bei.

Am meisten profitieren Träger des APOE-Epsilon-4-Gens von der Vitamin-NSAR-Kombination. Solche Personen verloren in den 60er und 70er Jahren ihres Lebens kaum an kognitiven Fähigkeiten.

MEDICA.de; Quelle: American Academy of Neurology: 58th Annual Meeting