Bild: Kinder im Schwimmbad 
Ältere Kinder benutzen seltener
Sonnenschutz; © SXC

In den USA ist Hautkrebs mittlerweile die häufigste Krebsart. Die Prävalenz des malignen Melanoms steigt schneller als die Prävalenz jeder anderen Krebsart. Im Gegensatz dazu sinkt die Bereitschaft von Kindern und Jugendlichen, Sonnenschutz zu benutzen, mit zunehmendem Alter.

Jugendliche in weiterführenden Schulen und junge Erwachsene schützen sich am seltensten gegen die Sonne. 14-Jährige zum Beispiel nutzen nur halb so oft die verschiedenen Möglichkeiten, sich gegen Hautkrebs zu schützen, wie 10-Jährige.

Amerikanische Wissenschaftler haben nun untersucht, ob man das Verhalten der Jugendlichen langfristig positiv beeinflussen kann. Dazu untersuchten die Studienleiter die Auswirkungen eines Programms namens „SunSafe in the Middle School Years“. Dieses Programm sieht vor, Kinder und Jugendliche an Vorbildern lernen zu lassen. Daher hält man unter anderem Trainer von Sportmannschaften, Bademeister, aber auch Meinungsführer unter den Jugendlichen selbst dazu an, regelmäßig Sonnenschutz aufzutragen in der Hoffnung, dass die Kinder und Jugendlichen an diesem positiven Vorbild lernen.

Die untersuchten Jugendlichen stammten aus der 6. bis 8. Klasse aus zehn verschiedenen Orten. Vergleichbare Ortschaften ohne dieses Interventionsprogramm dienten als Kontrollgruppe. Während des Beobachtungszeitraums von Juni bis August mehrerer Jahre gingen geschulte Beobachter an die Strände und Schwimmbäder und interviewten die Jugendlichen zu ihrem Sonnenschutz.

Jugendliche aus Ortschaften mit Interventionsprogramm schützten sich deutlich besser gegen Sonnenstrahlen als Jugendliche aus „Kontrollortschaften“. Während dort innerhalb des zweijährigen Untersuchungszeitraums die mit Sonnenschutz eingecremte Körperoberfläche um 23 Prozent zurück ging, waren in der Interventionsgruppe nur acht Prozent weniger Körperoberfläche geschützt als zu Beginn der Studie.


MEDICA.de; Quelle: Pediatrics 2007, Vol. 119, S. e247-e256