07.04.2005

Siemens AG, Medical Solutions

Von Fledermäusen lernen

Siemens präsentiert auf der Expo in Japan Faszinierendes aus der Ultraschallmedizin

Fledermäuse benutzen akustische Signale, um sich zu orientieren und zu jagen. Der Mensch hat sich von diesen Tieren einiges abgeguckt. Zum Beispiel wie akustische Signale, die für den Menschen nicht hörbar sind, Krankheiten erkennen und zur Gesundheitsvorsorge eingesetzt werden können. Ganz nach dem Expo-Motto 2005 "Die Weisheit der Natur" hat die Ultraschalltechnologie von der Natur gelernt und setzt die Schallwellen seit langem für die medizinische Diagnose ein. Siemens zeigt eine faszinierende Simulation auf der Weltausstellung in Aichi/Japan im Deutschland-Pavillon - Stichwort: Bionik, die Lehre von der technischen Anwendung natürlicher Prinzipien.

Während sich die Sonarwellen der Fledermaus in einem Frequenzbereich von 40 bis 80 Kilohertz (kHz) bewegen, verwenden die Ultraschallgeräte in der Medizin wesentlich höhere Frequenzen im Megahertzbereich. Damit können noch bessere Auflösungen der Bilder und folglich auch qualitativ hochwertigere Bilder für eine gute Diagnose des Arztes erreicht werden. Die moderne Ultraschalldiagnostik ist in der Lage, innere Organe in vier Dimensionen abzubilden - in Echtzeit. Es ist eine nicht-invasive und schonende Untersuchungsmethode für fast alle klinischen Anwendungen, die aber vor allem für die frühe Geburtsvorsorge wichtig ist.

Siemens Medical Solutions präsentiert den Expo-Besuchern vom 25. März bis zum 25. September einen Film über das Prinzip der Ultraschalltechnologie sowie ein Ultraschallgerät (Sonoline Antares), das per Knopfdruck an einer separaten Versuchsanordnung das Ergebnis einer Ultraschalluntersuchung simuliert. Dem Orientierungsprinzip der Fledermaus folgend, kann der Besucher erkennen, wie ein Ultraschallbild entsteht.

Hintergrundinformation: Ultraschalldiagnose in der Medizin
Ultraschallwellen sind akustische Wellen aus einem Frequenzbereich, der für das menschliche Ohr nicht mehr wahrnehmbar ist. Die Ultraschalldiagnostik (Sonographie) macht sich die Tatsache zunutze, dass hochfrequente Schallwellen an Grenzflächen unterschiedlicher Dichte im Gewebe teilreflektiert werden. Die zeitlich getrennten Echos werden in den Sendepausen von denselben Kristallen der Schallköpfe empfangen und mit speziellen Signalprozessoren und Hochleistungsrechnern zu brillanten Bildern verarbeitet. Dabei ist die Bildwiederholfrequenz so hoch, dass selbst schnell bewegte Organe wie das Herz in Echtzeit dargestellt werden können. Die Echokardiographie (Ultraschalluntersuchung am Herzen) nutzt Frequenzen von 1 bis 15 Megahertz (MHz). Von den ersten Anwendungen der Ultraschalltechnik in der Medizin im Jahr 1926 bis zum Blick ins Herz mithilfe einer Ultraschallsonde im Jahr 2001 engagierte sich Siemens bei der Erforschung und Entwicklung dieser Technologie.
Ultraschalluntersuchungen sind sehr Patienten schonend. Das Verfahren wird neben der Untersuchung von Föten während der Schwangerschaft vor allem bei der Organ-, Weichteil- und Gefäßdiagnostik eingesetzt. Auch Lymphknoten können sonographisch gut erfasst werden. Siemens ist einer der weltweit größten Anbieter von Ultraschallsystemen in der Medizin.

Weitere Informationen über die Expo 2005 finden Sie unter folgendem Link: http://www.expo2005-germany.com/enter.html

Siemens Medical Solutions (Med) ist weltweit einer der größten Anbieter im Gesundheitswesen. Der Bereich steht für innovative Produkte und Komplettlösungen sowie für ein umfangreiches Angebot von Dienst- und Beratungsleistungen. Abgedeckt wird das gesamte Spektrum über bildgebende Systeme für Diagnose und Therapie, die Elektromedizin und die Audiologie bis hin zu IT-Lösungen. Mithilfe dieser Lösungen ermöglicht Med seinen Kunden, sichtbare Ergebnisse sowohl im klinischen, als auch im administrativen Bereich zu erzielen - so genannte "Proven Outcomes". Innovationen aus dem Hause Siemens optimieren Arbeitsabläufe in Kliniken und Praxen und führen zu mehr Effizienz in der Gesundheitsversorgung. Med beschäftigt weltweit rund 31 000 Mitarbeiter und ist in 120 Ländern präsent. Im Geschäftsjahr 2004 (30. September) erzielte Med einen Umsatz von 7,07 Mrd. € sowie einen Auftragseingang von 8,12 Mrd. €. Das Bereichsergebnis betrug 1,05 Mrd. €.

Weitere Informationen unter: www.siemens.com/medical