Wirkstoffe aus der Gruppe der Anti-Tumornekrose-Faktor-alpha-Substanzen gehören zu den effektivsten in der Therapie der rheumatoiden Arthritis. Wie sie am besten eingesetzt werden können, ist aber noch nicht genau geklärt.

In einer doppel-blinden Studie hat man nun wertvolle Daten zu diesem Thema gewonnen. 20 Patienten im Durchschnittsalter von 52 Jahren mit einer frühen rheumatoiden Arthritis und schlechter Prognose wurden dafür ausgewählt. Randomisiert erhielten sie zwölf Monate lang eine standardisierte Methotrexat-Therapie oder einer Methotrexat/Infliximab-Therapie.

Nach einem Jahr zeigte sich bei den Patienten unter der Kombinationstherapie eine signifikante Verbesserung bei den einschlägigen Parametern in der Magnetresonanztomographie. Neue Erosionen wurden dabei keine gefunden und auch Synovitiszeichen blieben weitgehend aus. 78 Prozent der Patienten erfüllten die Kriterien des American College of Rheumatology (ACR) für eine 50-prozentige Verbesserung der Beschwerden. Unter Methotrexat alleine waren dies nur 40 Prozent (p kleiner 0.05). Um 70 Prozent verbesserten sich die Beschwerden bei 67 Prozent der Patienten unter Methotrexat/Infliximab und um 30 Prozent unter Methotrexat alleine (p kleiner 0.05). Auch die funktionelle Beweglichkeit profitierte stärker von der Kombinationstherapie.

Ein Jahr nach Beendigung der jeweiligen Therapie untersuchte man die Patienten erneut. Unter der Kombination konnte das positive Ergebnis bei 70 Prozent der Patienten gehalten werden. Der "Median Disease Activity Score" (DAS) lag bei 2,05. Dies entspricht nahezu einer Remission. Selbst zwei Jahre nach Therapieende zeigte sich noch immer ein signifikanter Vorteil bei den Patienten unter ehemaliger Kombinationstherapie.

MEDICA.de; Quelle: Arthritis & Rheumatism 2005, Vol. 52, S. 27-35