Das zeigen Ergebnisse der ExTRACT-TIMI 25-Studie, die am Brigham and Women's Hospital durchgeführte wurde und die Wissenschaftler jetzt beim Jahreskongress des "American College of Cardiology" (ACC) in Atlanta vorstellten.

Die ExTRACT-TIMI 25 (Enoxaparin and Thrombosis Reperfusion for Acute Myocardial Infarction Treatment - Thrombolysis in Myocardial Infarction) Studie war ein randomisierter, Doppelblind-, Double-Dummy-Vergleich zweier Antikoagulationsmethoden bei mehr als 20.000 Patienten in 48 Ländern, die nach einem Myokardinfarkt zunächst fibrinolytisch behandelt wurden. Zusätzlich wurde der Einsatz von Enoxaparin, einem niedermolekularen Heparin, mit einem üblicherweise verordneten unfraktionierten Heparin über mindestens 48 Stunden verglichen.

Die Ergebnisse zeigten, dass das Todesfallrisiko oder die Gefahr eines rezidiven, nicht tödlichen Herzinfarkts bei den Patienten, die mit Enoxaparin behandelt wurden, im Vergleich mit denjenigen, die das unfraktionierte Heparin erhielten, um 17 Prozent signifikant reduziert wurde. Die Vorteile der Behandlungsmethode mit Enoxaparin waren innerhalb von 48 Stunden erkennbar. Am Ende des Monats war das Risiko eines rezidiven nicht tödlichen Herzinfarkts im Vergleich zu Patienten, die unfraktioniertes Heparin erhielten, um 33 Prozent signifikant reduziert.

Insgesamt starben 7,5 Prozent der mit unfraktioniertem Heparin behandelten Patienten verglichen mit 6,9 Prozent der Patienten, denen Enoxaparin verabreicht wurde.

Die Häufigkeit schwerer Blutungen war im Ganzen niedriger als in vorherigen Studien. Verglichen mit der Behandlung mit unfraktioniertem Heparin zeigte sich eine geringe, aber signifikante Steigerung des Risikos schwerer Blutungen bei den mit Enoxaparin behandelten Patienten.

MEDICA.de; Quelle: American College of Cardiology 55th Annual Scientific Session