Normalerweise werden Menschen nicht durch das Vogelgrippevirus infiziert. Gelegentlich jedoch kann das Virus den Wirt wechseln und dann sind auch Menschen gefährdet. Wenn dies geschieht, dann auf verschiedenen Wegen: direkter und indirekter Kontakt mit infizierten Tieren oder Tröpfcheninfektionen sind die gewöhnlichen Übertragungswege. Nach Angaben der WHO ist die Gefahr durch Tröpfchen am größten. All zu viel weiß man über den Übertragungsweg aber noch nicht, schreibt die WHO.

Vor diesem Hintergrund sollten sich gefährdete Personen vor einer Übertragung schützen. Die WHO empfiehlt:

Alle Standardmethoden zur Infektionsprophylaxe sollten eingehalten werden, vor allem in medizinischen Einrichtungen. Das bedeutet unter anderem: Mundschutz und häufiges Händewaschen. Beim Umgang mit Personen, die möglicherweise mit dem Vogelgrippevirus infiziert sind, sollten diese Schutzmaßnahmen verstärkt werden: Empfohlen wird ein ausreichender Augenschutz, dazu nicht-sterile Handschuhe, welche die Ärmel des Hemdes bedecken. Außerdem sollte das medizinische Personal Spezialkleidung mit langen Ärmeln tragen, die nach Möglichkeit flüssigkeitsresistent sein sollte.

Mitarbeiter in medizinischen Einrichtungen, die mit Vogelgrippe-Verdachtsfällen zu tun haben, müssen unbedingt ausreichend geschult werden. Dies gilt vor allem für die richtige Händedesinfektion. Vor und nach dem Kontakt mit einem Patienten! Auch nachdem die Spezialkleidung ausgezogen wurde müssen noch einmal die Hände gewaschen werden. Empfohlen werden einfache Seife und Wasser, dazu ein Handtuch, das nur einmal benutzt werden darf. Gut ist auch ein Hände-Desinfektionsmittel auf Alkoholbasis.

MEDICA.de; Quelle: Avian Influenza, including Influenza A (H5N1) in Humans: WHO Interim Infection Control Guideline for Health Care Facilities