Beim Verzehr einer fettreichen Mahlzeit werden inflammatorische Moleküle frei gesetzt, die das Endothel davon abhalten, Stickstoffmonoxid (NO) zu produzieren, was letztlich zu endothelialen Dysfunktionen führen kann.

Nun haben sich spanische Wissenschaftler auf der Suche nach Abhilfe der einfachen Walnuss zugewandt. Sie gewannen 24 Freiwillige für ein Experiment. Alle waren Nichtraucher, hatten normales Körpergewicht und Blutdruck. Die Hälfte der Probanden hatte zudem normale Cholesterinspiegel, die andere Hälfte leicht erhöhte Cholesterinspiegel. Alle wurden gebeten, sich zwei Wochen lang gemäß einer Mittelmeer-Diät zu ernähren. Zwei Mal jedoch im Abstand von einer Woche "zwang" man die Probanden, eine fettreiche Mahlzeit mit Salami und Käse zu essen. Bei einer der beiden Mahlzeiten gaben die Studienleiter 40 Gramm Walnüsse dazu, was etwa acht Nüssen entspricht. Bei der zweiten Fettmalzeit servierten sie zudem Olivenöl.

Mit Hilfe von Venipunktur und Ultraschall der Armarterien wurde die endotheliale Funktion im nüchternen Zustand und vier Stunden nach den Testmahlzeiten gemessen.

In beiden Gruppen waren Parameter der endothelialen Funktion nach der Mahlzeit mit Olivenöl schlechter als nach der Mahlzeiten mit Walnuss-Desert. Andere Parameter wie etwa das oxidierte Low Density Lipoprotein (LDL) und verschiedene Adhäsionsmoleküle sanken nach beiden Mahlzeiten ab. Walnüsse hatten aber einen besseren Effekt.

Dies zeigt, dass die Fettsäuren aus der Walnuss offenbar den hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren, wie er zum Beispiel in Wurst und Käse zu finden ist, bis zu einem gewissen Grad neutralisieren können.

MEDICA.de; Quelle: Journal of the American College of Cardiology 2006, Vol. 48, S. 1666-1671