Wechsel ist schlecht für die Gesundheit

„Die fehlende Stunde verkraften viele nicht so leicht. Manche kämpfen mit den Nebenwirkungen über Wochen oder gar Monate“, sagt DAK-Ärztin Elisabeth Thomas. „In der ersten Nacht fehlt uns eine Stunde Schlaf und das bringt unseren Hormonhaushalt durcheinander. Morgens sind wir müde, aber am Abend kommen wir nicht ins Bett. Der Biorhythmus gewöhnt sich nur sehr langsam an die Umstellung.“ Zudem verführt die Helligkeit draußen zum Wachbleiben. Ein Kreislauf beginnt, aus dem einige bis zum Ende der Sommerzeit nicht herauskommen. Die Folgen: Schlafstörungen, Gereiztheit, Verdauungsprobleme und Konzentrationsschwäche.

Doch die Auswirkungen können noch gravierender sein: Die Daten zeigen zum Beispiel, dass an den folgenden drei Tagen nach der Umstellung mehr Menschen wegen eines Herzinfarktes ins Krankenhaus eingeliefert werden als im Durchschnitt. Dieser lag in den vergangenen zwei Jahren bei 40 Einweisungen pro Tag. An den drei Tagen nach der verkürzten Nacht wurden um die 50 Patienten mit Herzinfarkt im Krankenhaus behandelt.

So simpel es klingt, am besten ist es, sich langsam an die verkürzte Nacht zu gewöhnen. Thomas rät: „Schon ein paar Tage vor der Umstellung immer etwas früher Abendbrot essen und ins Bett gehen.“

Überraschend sind die regionalen Unterschiede. So macht den Ostdeutschen und den Baden-Württembergern die Zeitumstellung deutlich mehr zu schaffen als dem Rest der Deutschen. Rund jeder Dritte in diesen Regionen haderte mit der fehlenden Stunde und rund 25 Prozent fühlten sich müde und schlapp.

In der Nacht vom 26. zum 27. März findet der Wechsel von der Winter- (Normalzeit) in die Sommerzeit statt. Die Uhren werden um 2.00 Uhr eine Stunde auf 3.00 Uhr vorgestellt. Die Nacht ist damit eine Stunde kürzer.


MEDICA.de; Quelle: DAK