Weißer Hautkrebs bei Männern ab 40

Foto: Liege und Sonnenschirm am Strand

Sonnenschutz kann das Erkran-
kungsrisiko senken; © Pixelio.de

Das ist das Ergebnis einer Untersuchung der Hautklinik des Universitätsklinikums Münster (UKM). Für Doktor Meinhard Schiller, Oberarzt in der Hautklinik, und einer der Autoren der Studie, ist damit klar: "Wir müssen in der Prävention stärker auf diese Zielgruppe eingehen: Männer ab 40, helle Hauttypen und der Sonnenstrahlung ausgesetzte Berufsgruppen."

Weißer Hautkrebs, im Fachbegriff "Aktinische Keratose", ist eine Krebserkrankung der oberen Hautschicht. Kennzeichen sind leichte Verhornungen auf der Haut, vornehmlich an den Stellen, die besonders der Sonneneinstrahlung ausgesetzt: Handrücken, die oberen Ohrenenden oder speziell bei Männern mit Glatze beziehungsweise hohem Haaransatz die Stirn.

Es ist die bislang einzige Untersuchung dieser Art in Deutschland, an der über 700 Menschen teilnahmen. Durchgeführt wurde die Befragung an der Universitäts-Hautklinik Münster und an verschiedenen Hautarztpraxen im nordwestdeutschen Raum. "Unser Ziel war es, erstmals auch für Deutschland ein wissenschaftlich fundiertes Risikoprofil für den beginnenden Weißen Hautkrebs zu erstellen. Andere Länder, etwa Australien, sind da, auch aufgrund der klimatischen Bedingungen, schon viel weiter“, sagt Schiller.

Eine zielgruppenspezifische Prävention ist gerade angesichts der starken Zunahme der Erkrankungen nötig, betont der UKM-Hautexperte: "In Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt es jährlich 250.000 Neuerkrankungen. Das sind 16-mal mehr als beim Schwarzen Hautkrebs." Auch angesichts dieser Entwicklung sagt Schiller: "Wir befinden uns mitten in einer Hautkrebs-Epidemie." Gerade der starke Zusammenhang von Alter, Geschlecht und einer Berufstätigkeit im Freien sei ein Beleg dafür, wo angesichts knapper finanzieller Ressourcen entsprechende Präventionsarbeit wichtig und nötig ist.

MEDICA.de; Quelle: Universitätsklinikum Münster