Weibliche Arbeitskräfte fühlen sich fit

Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Studie des Instituts für Gerontologie an der Technischen Universität Dortmund im Auftrag der „Initiative Neue Qualität der Arbeit“ (INQA). Befragt wurden insgesamt 1.800 weibliche Arbeitskräfte der Jahrgänge 1947 bis 1964. Das Ziel der Studie "Rente mit 67 - Voraussetzungen zur Weiterarbeitsfähigkeit älterer Arbeitnehmerinnen": Frühzeitig mögliche Problembereiche zu identifizieren, um Personalverantwortlichen aber auch den Beschäftigten selbst Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen.

Dass die Studie nur die weiblichen Beschäftigten in den Mittelpunkt stellt, ist gewollt: Frauen haben geringere Entwicklungs- und Aufstiegsmöglichkeiten als Männer, sie verdienen weniger und müssen vielfach Kindererziehung, Pflegearbeit und Beruf vereinbaren. Frauen arbeiten außerdem eher in Teilzeit oder in zeitlich begrenzten Arbeitsverhältnissen und sind in der Regel schlechter gegen soziale Risiken abgesichert.

Als besondere Hindernisse bei der Rente mit 67 sehen die Befragten ihre gesundheitlichen Voraussetzungen, vorherrschende Arbeitsbedingungen, die persönliche und familiäre Situation sowie die Qualifikation. Auch wenn sich die Beschäftigten selbst in der Pflicht sehen, aktiv zu werden: von den Unternehmen erwarten sie vor allem Maßnahmen im Bereich der Gesundheitsförderung und Qualifizierung.

Weitere Ergebnisse der Studie beziehen sich auf die Aktivitäten, denen Arbeitnehmerinnen schon heute nachkommen, um ihre Arbeitsfähigkeit zu erhalten sowie Unterschiede zwischen Branchen und Statusgruppen. "INQA wird die Studie zum Anlass nehmen, den Wissenstransfer im Bereich der Beschäftigungsfähigkeit zu forcieren und passgenaue Informationsangebote zu machen", erläuterte INQA- Sprecher Rainer Thiehoff.

MEDICA.de; Quelle: Technische Universität Dortmund