21.06.2010

Welch Allyn GmbH & Co. KG

Welch Allyn verkauft die Produktlinien

Der Verkauf ist ein wichtiger Schritt im Rahmen einer langfristigen Strategie der Fokussierung auf die wichtigsten medizinischen Diagnostikgeräte, -dienstleistungen und -lösungen; er wird sich nur minimal auf die Mitarbeiter auswirken.

Jungingen 21. Mai 2010 - Welch Allyn, einer der führenden Hersteller fortschrittlicher Geräte und Lösungen im Medizinbereich, gab heute bekannt, dass das Unternehmen seine Produktlinien Chirurgische Leuchten und Spezial-Halogen-Metalldampfleuchten
(Sōlarc®) verkauft hat. Nach Aussage der Welch Allyn Präsidentin und CEO Julie Shimer ist dieser Schritt ein zentrales Element der Strategie des Unternehmens, die Geschäftsfelder Chirurgische Kopfleuchten und Nicht-medizinische Leuchten zu
verlassen, um sich voll und ganz darauf zu konzentrieren, seinen Kunden Geräte, Dienstleistungen und Lösungen im Bereich medizinischer Diagnostik anzubieten. Welch
Allyn wird während der Übergangsphase mit Nachdruck daran arbeiten, etwaige Auswirkungen der Produktlinienveräußerung auf die Mitarbeiter so weit wie möglich zu minimieren und geht davon aus, dass, sofern die Geschäftslage stabil bleibt, die meisten,
wenn nicht sogar alle Mitarbeiter, weiterbeschäftigt und in anderen Bereichen innerhalb des Unternehmens eingesetzt werden können.
„Vor einigen Jahren hat Welch Allyn im Rahmen der Festlegung seiner strategischen Gesamtausrichtung entschieden, sich nach und nach von den Geschäftsfeldern zu trennen, die keinen direkten Bezug zu unserem Medizin-Kerngeschäft aufweisen. Der Verkauf dieser Produktlinien ist ein wichtiger Schritt innerhalb dieses Prozesses“, erläutert Shimer. „Welch Allyn wurde vor mehr als 90 Jahren gegründet und hat damals das weltweit erste tragbare direkt-beleuchtende Ophthalmoskop auf den Markt gebracht. Wir wollen unserem Ruf treu bleiben und auch in Zukunft Qualitäts-Medizingeräte liefern, denn diese Produkte sind die Basis für das Wachstum und den Erfolg unseres Unternehmens.

Wenn wir nun unsere Mitarbeiter und unser Kapital in anderen Bereichen einsetzen, können wir dem medizinischen Personal für seine tägliche Arbeit mit Patienten auf der ganzen Welt letztlich noch größere Innovationen an die Hand geben. Wir sehen es als unsere Pflicht an, uns auf das zu konzentrieren, was wir am besten können – innovative
und qualitativ hochwertige Medizingeräte entwickeln und herstellen.“
Welch Allyn wird die Geschäftsfelder Beleuchtung für Arztpraxen sowie LED-basierte Medizinleuchten, darunter auch die Green Series, eine Produktlinie medizinischer
Untersuchungsleuchten, auch zukünftig weiter ausbauen. Auch die Fertigung der Welch
Allyn Präzisions-OEM-Spezialhalogenleuchten bleibt in vollem Umfang in Betrieb. Es wird dort keinerlei Unterbrechungen bei Vertrieb, Service oder Support geben. Die Welch Allyn
Produktlinie Sōlarc, die Spezial-Halogen-Metalldampf-Beleuchtungsprodukte umfasst,
wurde von Ushio America, Inc. mit Sitz in Cypress, Kalifornien, gekauft. Das Unternehmen ist einer der führenden Hersteller von Beleuchtungslösungen für allgemeine und spezielle
Einsatzbereiche.
Darüber hinaus wurden alle Vermögenswerte von Welch Allyn im Bereich chirurgischer
Kopfleuchten, zu denen auch ProXenon und CL als Produktlinien für Kopfleuchten und Zubehör gehören, von der in New Jersey ansässigen Integra LifeSciences Corporation
erworben. Integra ist ein führender Medizingerätehersteller, der sich vor allem auf
regenerative Medizin und Innovationen im Bereich kostengünstiger chirurgischer
Implantate sowie auf medizinische Instrumente zum Einsatz in der Neurochirurgie, der
Orthopädie und der Allgemeinchirurgie spezialisiert hat.
Man geht davon aus, dass die Übergangsphase etwa drei bis zwölf Monate dauern wird.
Während dieses Zeitraums wird der größte Teil der Welch Allyn Mitarbeiter, die bisher im Geschäftsfeld Leuchtprodukte tätig waren, in andere Tätigkeitsbereiche innerhalb des Unternehmens eingearbeitet, die ihren jeweiligen individuellen Fähigkeiten entsprechen. In
Anbetracht der derzeitigen Geschäftslage geht das Unternehmen davon aus, dass die Belegschaft am Ende der Übergangszeit nur sehr gering durch die Umstrukturierung
beeinträchtigt werden wird. Sollten jedoch einzelne Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz verlieren,
wird das Unternehmen ihnen eine umfassende Abfindung und die Ressourcen eines
nationalen Stellenvermittlungsservices anbieten.