Welt-Malaria-Tag 2016 - End Malaria for Good

Malaria ist doch besiegt, oder? Nein, noch nicht ganz. Aber wir haben zumindest einen Teil der Millenniums-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen erreicht. Der Staatenbund hat im Jahre 2000 unter anderem beschlossen, die Ausbreitung von Malaria und anderer schwerer Infektionskrankheiten zum Stillstand zu bringen oder sie zurückzudrängen.

21.04.2016

 
Foto: Mücke auf der menschlichen Haut

©panthermedia.net/ Altocumulus

Von Malaria betroffene Länder haben unter dieser Entwicklungsagenda, im Zeitraum bis 2015, große Fortschritte bei der Bekämpfung der Malaria gemacht. Diese betreffen die Prävention, Diagnose und Behandlung von Malaria, die bedeutend weiterentwickelt werden konnten. So konnte die Sterblichkeit durch Malaria erheblich reduziert und damit der soziale und wirtschaftliche Druck, den die Krankheit auf die betroffenen Länder ausübt, erheblich gemindert werden.

Aber dieser Fortschritt ist gefährdet: Malaria konnte unter anderem deshalb noch nicht besiegt werden, weil vielen Ländern das nötige Geld fehlt, um alle Maßnahmen konsequent umzusetzen, die zur erfolgreichen Bekämpfung von Malaria notwendig wären.

Hier droht eine Trendwende mit der Rückkehr von Malaria. Unter anderem entstehen auch gegen Medikamente resistente Formen des Plasmodium-Parasiten, der die Krankheit auslöst, und der Anopheles-Mücke, die den Parasiten überträgt und ihrerseits Resistenzen gegen Pestizide entwickelt. Deshalb gilt es, an die bisherigen Erfolge anzuknüpfen.

Das soll unter der nächsten Entwicklungsagenda, den Zielen nachhaltiger Entwicklung, der UN erreicht werden, die derzeit entsteht und den Zeitraum bis 2030 abdecken soll. In ihr sollen weitere konkrete, politische Ziele formuliert werden, die die Unterzeichnerstaaten erreichen wollen. Deshalb steht, rechtzeitig zum Auftakt der Entwicklungsagenda, der Welt-Malaria-Tag 2016 unter dem Motto "End Malaria for Good" - um den Schwung der letzten 15 Jahre nicht zu verlieren.

Während noch keine neuen Entwicklungsziele formuliert sind, steht die Entwicklung aber nicht still, vor allem nicht in Forschungseinrichtungen, Organisationen und Verbänden. Was sich im Kleinen tut, während die Staatsoberhäupter und Delegierten noch beraten, könnte sich in Zukunft vielleicht als wichtiger Baustein für ein besseres Leben für viele Menschen erweisen. Mehr Aktuelles dazu finden Sie auf der offiziellen Kampagnenseite (http://www.worldmalariaday.org) und in den sozialen Netzwerken unter #endmalaria.