Ein wichtiger Baustein in der Prophylaxe kardiovaskulärer Erkrankungen sind Ernährung und Lebensstil: Was wir essen und wie oft wir uns bewegen beeinflusst die Gesundheit von Herz und Kreislauf.

Vor diesem Hintergrund hat die US-amerikanische „American Heart Association (AHA)“ ihre Leitlinien zu Ernährung und Lebensstil überarbeitet. Im Vergleich zu den vorherigen Leitlinien aus dem Jahre 2000 wurden dabei mehr als 90 neue Studien berücksichtigt.

Die überarbeiteten Leitlinien legen zudem mehr Wert auf die Lebensstilfaktoren als noch im Jahre 2000. Außerdem gelten sie bereits für Kinder ab zwei Jahren. Sie versuchen, die Ernährung und den Lebenswandel der Menschen nachhaltig zu beeinflussen. Ein besonderer Focus liegt auf dem Essen außer Haus: Wie kann man sich in Kantine oder in Restaurants gesund ernähren. Die neuen Leitlinien versuchen, diese Fragen zu beantworten und sind nach Auskunft der Wissenschaftler daher auch für Fachleute aus der Gastronomie interessant.

Neu ist zum Beispiel, dass die überarbeiteten Leitlinien nur noch sieben Prozent gesättigte Fettsäuren als Anteil aller Fettsäuren empfehlen. 2000 war man noch von zehn Prozent ausgegangen. Salz und Zucker sollten nach wie vor sehr sparsam verwendet werden. Die AHA-Leitlinie fordert alle Hersteller dazu auf, den Anteil an Salz und Zucker in der Fertignahrung allmählich abzusenken.

Mindestens zwei Mal pro Woche sollte Fisch auf den Tisch, vor allem jener mit einem hohen Anteil an Omega-3-Fettsäuren (Hering, Lachs und andere). Bestimmte Fischarten wie Hai oder Makrelen sind von Schwangeren und Kindern zu meiden, da sie relativ viele Schwermetalle wie etwa Quecksilber enthalten können.

Zwei Alkohol-Drinks pro Tag erlauben die amerikanischen Herzspezialisten einem jeden Mann. Frauen müssen dagegen mit einem Drink auskommen. Für eine ausgewogene Lebensweise sollte sich jeder zudem mindestens 30 Minuten pro Tag bewegen.

MEDICA.de; Quelle: Circulation 2006, Vol. 114, S. 82-96