Die Schnelligkeit, mit der Frauen nach der Geburt wieder zu ihrem alten Gewicht zurückkehren – oder auch nicht – hängt von verschiedenen Faktoren ab. Studien haben zum Beispiel gezeigt, dass Schwangere zwischen 24 und 30 Jahren sich schwerer tun, wieder das Ausgangsgewicht zu erreichen als ältere Mütter. Auch eine frühe Menarche und eine frühe erste Geburt erhöhen das Risiko, dass die Frauen nach der Niederkunft nicht so schnell wieder ihr früheres Gewicht erreichen. Asiatinnen tun sich darin generell leichter als andere Ethnien.

Wenig ist bislang geforscht worden zum Zusammenhang von Schlaf und Gewicht bei Frauen nach der Geburt. Wissenschaftler der „Kaiser Permanente Research Foundation“ in Oakland, USA, haben unter der Leitung von Erica P. Gunderson dazu nun eine Studie gemacht. Sie untersuchten zwischen 1999 und 2002 genau 940 Frauen ein Jahr nach der Geburt. Die Studienleiter interessierten sich dabei für den Zusammenhang zwischen der durchschnittlichen Schlafdauer der Frauen und der Wahrscheinlichkeit, dass sie noch ein Jahr nach der Geburt mindestens fünf Kilogramm mehr wogen als vor der Schwangerschaft „Substantial postpartum weight retention (SPPWR)“.

124 (13 Prozent) der Frauen hatten tatsächlich ein Jahr nach der Geburt noch immer mehr als fünf Kilogramm mehr Gewicht als vor der Schwangerschaft. Als man dies mit der Schlafdauer der Mütter in Bezug setzte, zeigte sich ein deutlicher Zusammenhang: Jene Frauen, die höchstens fünf Stunden Schlaf pro Tag bekamen, hatten ein 3,13-fach höheres Risiko für SPPWR. Jene Frauen, die sogar acht Stunden pro Tag bekamen, hatten dagegen ein leicht reduziertes Risiko für SPPWR (relatives Risiko: 0,94; p gleich 0.012).

Die Wissenschaftler wollten auch wissen, ob die Schlafdauer der Frauen sich gegenüber vor der Geburt verändert hatte. Auch hier zeigte sich: Jene Frauen, deren Schlafdauer sich verringerte, hatten ein 2,05-fach höheres Risiko, ein Jahr nach der Geburt noch mehr als fünf Kilogramm zusätzliches Gewicht mit sich herum zu tragen (p gleich 0.02).

MEDICA.de; Quelle: American Journal of Epidemiology 2008, Vol. 167, S. 178-187