Überbelegung: Weniger Krankenhäuser, mehr Fälle

04.09.2013
Foto: Krankenhaus

Die gestiegene Anzahl von Fällen wird von weniger Krankenhäusern mit weniger Betten bewältigt;
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Im Jahr 2012 wurden rund 18,6 Millionen Patienten stationär im Krankenhaus behandelt. Das waren 1,5 Prozent mehr als im Vorjahr, berichtet das Statistische Bundesamt nach vorläufigen Ergebnissen der Krankenhausstatistik. Der durchschnittliche Aufenthalt im Krankenhaus ging von 7,7 auf 7,6 Tage zurück

Die gestiegene Anzahl von Fällen wird dabei von weniger Krankenhäusern mit weniger Betten bewältigt. Für die stationäre Behandlung standen in 2.017 Krankenhäusern (2011: 2.045) insgesamt rund 501.000 Betten zur Verfügung. Das waren gut 500 Betten weniger als 2011. Nach wie vor steht annähernd jedes zweite Bett (47,9 Prozent) in einem Krankenhaus eines öffentlichen Trägers. Der Anteil der Krankenhausbetten in privater Trägerschaft nimmt jedoch weiterhin zu und beträgt 2012 bereits 18,0 Prozent. Der Anteil der Betten in freigemeinnützigen Häusern sinkt dagegen auf 34,1 Prozent.

Rund 852.000 Vollkräfte – das ist die Anzahl der auf die volle tarifliche Arbeitszeit umgerechneten Beschäftigten – versorgten 2012 die Krankenhauspatienten. Knapp 143.000 Vollkräfte gehörten zum ärztlichen Dienst und 709.000 zum nichtärztlichen Dienst, darunter allein 313.000 Vollkräfte im Pflegedienst (2011: 311.000). Die Zahl der im Krankenhaus beschäftigten Vollkräfte nahm im Vergleich zum Vorjahr im ärztlichen um 2,7 Prozent, im nichtärztlichen Dienst um 3,3 Prozent zu.

Knapp 2 Millionen Patienten nahmen 2012 eine stationäre Behandlung in einer Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtung.

MEDICA.de; Quelle: Das Statistische Bundesamt