Das zeigt eine Unterstudie der "Treating to New Targets (TNT)-Studie", die auf dem Jahreskongress der "American Heart Association (AHA)" vorgestellt wurde. Genau 10.001 Patienten mit einer stabilen koronaren Herzkrankheit hatten an der Untersuchung teilgenommen. Randomisiert erhielten die Patienten fünf Jahre lang 80 mg oder 10 mg Atorvastatin täglich. Vor der Behandlung hatten die Patienten LDL-C-Spiegel zwischen 130 und 250 mg/dl. 60 Prozent der Probanden hatten bereits einen Myokardinfarkt hinter sich und bei fünf Prozent war es bereits zu einem zerebrovaskulären Ereignis gekommen.

Unter 80 mg Atorvastatin sanken die LDL-C-Spiegel auf durchschnittlich 77 mg/dl, während 10 mg des Wirkstoffs nur zu einer Absenkung auf durchschnittlich 101 mg/dl führten.

Unter der hohen Dosis trat bei 2,3 Prozent der Probanden ein Schlaganfall auf. Bei 10 mg dagegen erlitten 3,1 Prozent der Patienten einen Schlaganfall. Das bedeutet eine Risikoreduktion um 25 Prozent (p kleiner 0.007). Auch die Zahl der Transient ischämischen Attacken (TIA) war unter der hohen Dosierung tendenziell geringer (1,7 Prozent versus 2,2 Prozent). Dieser Unterschied erreichte jedoch keine statistische Signifikanz. Zerebrovaskuläre Ereignisse allgemein traten bei 5,0 Prozent beziehungsweise 3,9 Prozent der Probanden auf (Risikoreduktion um 23 Prozent, p kleiner 0.007).

Die Analyse zeigte weiterhin, dass pro abgesenktem 1 mg/dl das Risiko eines zerebrovaskulären Ereignisses um 0,6 Prozent sinkt. Diese Risikoreduktion ist unabhängig vom Typ des Schlaganfalls.

Die Studienleiter selbst jedoch warnen davor, Atorvastatin in der hohen Dosierung als einziges Mittel zur Risikoreduktion eines zerebrovaskulären Ereignisses einzusetzen. Am wichtigsten sei ohnehin die Risikoreduktion in Bezug auf koronare Ereignisse.

MEDICA.de; Quelle: American Heart Association (AHA) 2005 Scientific Sessions: Abstract 2019