Weniger Lungenfunktionsminderung in klinischen Studienpatienten

Christopher H. Goss, M.D., M.Sc., des University of Washington Medical Center in Seattle, und drei Mitarbeiter untersuchten Daten von 13.041 Patienten der Cystic Fibrosis (CF) Foundation Registry zwischen 1992 und 1998.

Trotz des schlechteren klinischen Zustandes der Patienten zu Beginn der Studie verminderte sich die Lungenfunktion von Studienteilnehmern um 1.33 Prozent pro Jahr verglichen mit 1.52 Prozent bei Nicht-Teilnehmern.

Von den 8.375 Patienten, die über eine siebenjährige Periode beobachtet wurden, nahmen 2.635 Individuen (30.2 Prozent) an mindestens einer von 32 Institutional Review Board klinischen Studien teil.

"Teilnehmer an klinischen Studien waren eher älter, hatten eine kommerzielle Gesundheitsversicherung, waren weiß, litten unter einer bakteriellen Infektion wie Pseudomonas aeruginosa, hatten eine schlechtere Lungenfunktion und gingen öfter zum Arzt", sagte Dr. Goss.

Laut den Autoren der Studie spielte der Zugang zu einer besseren Gesundheitsversorgung durch eine höhere Anzahl von Arztbesuchen möglicherweise eine Rolle, was die geringere Lungenfunktionsminderung für Teilnehmer an klinischen Studien erklären könnte. "Vorausgesetzt, dass es einen möglichen Nutzen an einer Studienteilnahme gibt, müssen CF-Krankenhausärzte adäquate Möglichkeiten herstellen, dass alle geeigneten Patienten an ihnen teilnehmen können", so Dr. Goss.

Er fügt hinzu, dass Personen, die am wahrscheinlichsten an Studien teilnahmen, keine Hoschschulbildung hatten und Vollzeit arbeiteten. Laut den Autoren ist diese CF-Studie die erste, die Teilnehmer an klinischen Studien mit einer Mehrheit aus einer Krankheitskategorie in einem spezifischen Land verglich.

MEDICA.de; Quelle: American Thoracic Society