Das zeigt das Ergebnis einer 14monatigen Follow-Up-Studie nach einer prospektiven Untersuchung. 240 Patienten hatten an dieser Studie teilgenommen. Randomisiert wurden 122 der Patienten mit einer Standard Hämorrhoidektomie nach Ferguson behandelt. 118 unterzogen sich einer Stapler-Behandlung. Bei einem chirurgischen Eingriff mit dem Stapler wird mit Hilfe eines zirkulären Stapler-Apparates die prolabierte Mucosa im Analkanal behandelt. Nach dem Eingriff ist das hämorrhoidale Gewebe vom Blutfluss abgeschnitten und schrumpft.

Die Ergebnisse dieser Studie hatten gezeigt, dass das klinische Ergebnis nach beiden Eingriffen vergleichbar ist. So dauerte es unter dem herkömmlichen chirurgischen Eingriff im Durchschnitt zwei Tage, bis die Patienten wieder regulären Stuhlgang hatten, unter dem Stapler-Eingriff im Durchschnitt einen Tag. Dieser Unterschied war statistisch nicht signifikant (p kleiner 0.052).

Unterschiede zwischen beiden Behandlungsgruppen gab es allerdings in Bezug auf die Schmerzen. Die Patienten wurden gebeten, auf einer visuellen Analogskala die empfundene Schmerzintensität anzugeben. Unter der Ferguson-Hämorrhoidektomie ergab sich ein durchschnittlicher Wert von 6,6 versus 4,8 in der Stapler-Gruppe (p gleich 0.002).

Bis zu 14 Tage nach Ende der Behandlung war die Schmerzintensität in der Hämorrhoidektomie-Gruppe signifikant größer, obwohl die Schmerzintensität insgesamt nachließ. Ein Jahr nach dem Eingriff schließlich hatten sich die beiden Gruppen nicht nur hinsichtlich des klinischen Ergebnisses, sondern auch in Bezug auf die Schmerzen einander angeglichen.

Die Rate der unerwünschten Ereignisse war in beiden Gruppen etwa vergleichbar. Lediglich Wundinfektionen traten in der Ferguson-Gruppe etwas häufiger auf (13 Prozent versus sechs Prozent).

MEDICA.de; Quelle: American College of Surgeons (ACS) 91st Annual Clinical Congress Papers Session I