Mit seiner Arbeit hat Peter Jonas entscheidend dazu beigetragen, das Zusammenspiel der verschiedenen an der Kommunikation beteiligten Membrankanäle und Transmitterstoffe zu erklären und im zeitlichen Ablauf darzustellen. Seine Arbeiten knüpfen an die Forschung des Nobelpreisträgers Erwin Neher an und führen ein Forschungsfeld weiter, in dem Deutschland weltweit führend ist. Langfristig erhofft man sich von diesen Arbeiten, dass sie Aufschluss über die höheren Funktionen des Gehirns wie das Denken geben.

Nach dem Studium der Humanmedizin und Promotion in Gießen ging Peter Jonas 1990 an das Max-Planck-Institut für Medizinische Forschung in Heidelberg und schloss 1992 seine Habilitation ab.1994 folgte er einem Ruf an die Technische Universität München und wechselte 1995 an das Physiologische Institut der Universität Freiburg. Zu seinen zahlreichen Auszeichnungen gehören der Heinz Maier-Leibnitz-Preis der DFG und der Max-Planck-Forschungspreis.

Mit dem Förderpreis kann Jonas nun die Mittel in einem Zeitraum von fünf Jahren flexibel für seine Forschungsarbeiten einsetzen. Seit 1995 ist der Neurophysiologe Direktor am Physiologischen Institut der Universität Freiburg.

Mit großer Freude hat der Rektor der Albert-Ludwigs-Universität, Professor Dr. Wolfgang Jäger, die Entscheidung der DFG begrüßt. Er sieht in der Wahl der Forschungsorganisation einen Ausweis der Exzellenz der theoretischen Medizin an der Universität Freiburg. Jäger hatte Professor Jonas persönlich vorgeschlagen. Der Rektor hofft, dass die Vergabe des Leibniz-Preises an den Neurophysiologen für die Landesregierung in Stuttgart Anlass ist, das Gebäude der Physiologie rasch zu sanieren.

MEDICA.de; Quelle: Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau