Wer früh auf der Parkbank sitzt, lebt nicht länger

Und doch macht es mehr Spaß
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Bislang haben sich nur wenige Studien mit dem Zusammenhang zwischen einer frühzeitigen Berentung und der Lebenserwartung befasst. Dafür wäre auch ein sehr langer Nachbeobachtungszeitraum erforderlich. Denkbar wäre, dass vor allem kranke Menschen sich früh berenten lassen und daher früher sterben. Allerdings gibt es auch die Beobachtung aus der Wirtschaft, dass sich Frührentner oft noch vieler gesunder Lebensjahre erfreuen. Daher ist bis heute unbekannt, ob Menschen, die sich frühzeitig pensionieren lassen, länger leben oder früher sterben als Personen, die das normale Rentenalter erreichen.

Nun gibt es Daten aus einer prospektiven Langzeitstudie mit Angestellten der petrochemischen Industrie in den USA (Shell Oil). 839 Probanden waren mit 55 Jahren in Ruhestand gegangen, 1.929 mit 60 Jahren und 900 weitere Angestellte erst mit 65 Jahren. Da die Studie bereits im Januar 1973 begann und erst Ende 2003 endete, beträgt der Nachbeobachtungszeitraum bis zu 31 Jahre. Daten zur Gesundheit der Probanden erhielten die Studienleiter über das Gesundheitsversorgungssystem des Unternehmens Shell Oil.

Frührentner, die mit 55 Jahren in Ruhestand gegangen waren und mit 65 Jahren immer noch lebten, hatten eine 37 Prozent höhere Mortalität als die erst mit 65 Jahren in Ruhestand gegangenen Kollegen. Außerdem war deren Mortalität in den ersten zehn Jahren nach der Frühberentung, das heißt zwischen dem 55. und 65. Lebensjahr, um 89 Prozent höher als bei den noch arbeitenden Kollegen.

Zwischen jenen Rentnern, die mit 60 Jahren und denen, die mit 65 Jahren in Ruhestand gingen, gab es keinerlei signifikante Unterschiede in Bezug auf die Mortalität. Auch in den ersten fünf Jahren nach Berentung hatten die mit 60 Berenteten keine höhere Mortalität als jene, die bis 65 durchhielten.

MEDICA.de; Quelle: British Medical Journal 2005, Vol. 331, S. 995

Bislang haben sich nur wenige Studien mit dem Zusammenhang zwischen einer frühzeitigen Berentung und der Lebenserwartung befasst. Dafür wäre auch ein sehr langer Nachbeobachtungszeitraum erforderlich. Denkbar wäre, dass vor allem kranke Menschen sich früh berenten lassen und daher früher sterben. Allerdings gibt es auch die Beobachtung aus der Wirtschaft, dass sich Frührentner oft noch vieler gesunder Lebensjahre erfreuen. Daher ist bis heute unbekannt, ob Menschen, die sich frühzeitig pensionieren lassen, länger leben oder früher sterben als Personen, die das normale Rentenalter erreichen.

Nun gibt es Daten aus einer prospektiven Langzeitstudie mit Angestellten der petrochemischen Industrie in den USA (Shell Oil). 839 Probanden waren mit 55 Jahren in Ruhestand gegangen, 1.929 mit 60 Jahren und 900 weitere Angestellte erst mit 65 Jahren. Da die Studie bereits im Januar 1973 begann und erst Ende 2003 endete, beträgt der Nachbeobachtungszeitraum bis zu 31 Jahre. Daten zur Gesundheit der Probanden erhielten die Studienleiter über das Gesundheitsversorgungssystem des Unternehmens Shell Oil.

Frührentner, die mit 55 Jahren in Ruhestand gegangen waren und mit 65 Jahren immer noch lebten, hatten eine 37 Prozent höhere Mortalität als die erst mit 65 Jahren in Ruhestand gegangenen Kollegen. Außerdem war deren Mortalität in den ersten zehn Jahren nach der Frühberentung, das heißt zwischen dem 55. und 65. Lebensjahr, um 89 Prozent höher als bei den noch arbeitenden Kollegen.

Zwischen jenen Rentnern, die mit 60 Jahren und denen, die mit 65 Jahren in Ruhestand gingen, gab es keinerlei signifikante Unterschiede in Bezug auf die Mortalität. Auch in den ersten fünf Jahren nach Berentung hatten die mit 60 Berenteten keine höhere Mortalität als jene, die bis 65 durchhielten.

MEDICA.de; Quelle: British Medical Journal 2005, Vol. 331, S. 995