Biomaterialien: Werkstoffe in der Medizintechnik

18.10.2013
Foto: Gebiss mit Zahnspange

© panthermedia.net/Achim Banck

Zu Biomaterialien zählen Dauerimplantate oder temporär eingesetzte Katheter ebenso wie der Zahnersatz oder Gerüststrukturen für künstlichen Gewebeersatz im Bereich der regenerativen Medizin. Die biologische Umgebung ist für Materialien mit zahlreichen Herausforderungen verbunden.

So sollen z. B. Biomaterialien für die Orthopädie und Traumatologie die passenden Eigenschaften aufweisen und für den Chirurgen unkompliziert einzusetzen zu sein. Andererseits sind Entzündungen, Gewebsschädigungen oder Infektionen im Umfeld des Implantates unerwünscht.

Bei Anwendungen ist der intensive Kontakt zwischen Material und Biosystem charakterisierend für Biomaterialien. Beim Einsatz eines körperfremden Materials kommt es immer zu zellulären Reaktionen. Während man in der Vergangenheit streng darauf achtete, dass Biomaterialien sich im Organismus weitgehend neutral verhalten und auf den Stoffwechsel nach Möglichkeit keinen bedeutsamen Einfluss haben, sollen moderne Biowerkstoffe bioaktiv sein oder die Grundlage für den Ersatz von ganzen Gewebe/Organe schaffen. Oberflächenfunktionalisierung vom Biomaterialien und antimikrobielle Konzepte werden dabei angewendet. Gleichzeitig sind angemessene Tests für Biomaterialien sowie die Einhaltung von gesetzlichen Regelungen gefordert. Bei dentalen Biomaterialien hat es in den letzten Jahren eine rasante Entwicklung gegeben, die z. B. ästhetische und dauerhafte Lösungen für Zahnprobleme ermöglicht.

Das Fortbildungsseminar Biomaterialien führt vor diesem Hintergrund in moderne Biomaterialien ein und geht vertieft auf die oben genannten Themen ein. Für das DGM- Fortbildungsseminar Biomaterialien – Werkstoffe in der der Medizintechnik 2013 konnten anerkannte Experten aus dem In- und Ausland als Referenten gewonnen werden. Das Seminar richtet sich an Ingenieure, Naturwissenschaftler und Techniker in Industrie bzw. Forschung, die im Bereich der Medizintechnik beschäftigt sind. Auch materialwissenschaftlich bzw. technisch interessierte medizinische Experten (Ärzte, MTA) werden von der Teilnahme profitieren.

Die Fortbildungsveranstaltung steht unter der fachlichen Leitung von Prof. Dr. Klaus D. Jandt, Institut für Materialwissenschaft und Werkstofftechnologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

Link zur Veranstaltung.


MEDICA.de; Quelle: Deutsche Gesellschaft für Materialkunde e.V.