Wie das Gehirn Informationen verknüpft

Foto: fMRT-Aufnahme des Gehirns

Die Aufnahme zeigt, welche Hirn-
bereiche aktiv sind, während wir
Informationen verknüpfen; © RUB

Viele Menschen denken bei einem Foto von Brad Pitt automatisch an seine Partnerin Angelina Jolie und deren Kinder. Die Präsentation des Fotos aktiviert das so genannte Kontext-Netzwerk im Gehirn, das aus unterschiedlichen Regionen besteht, die für diese Verknüpfung zuständig sind. Dass dieser Teil des Gehirns auch für die Verarbeitung von neuen Informationen und Assoziationen zuständig ist, haben Neurowissenschaftler der Ruhr-Universität Bochum (RUB) zusammen mit Radiologen der Universität Duisburg-Essen nun herausgefunden.

In einer Studie wiesen sie nach, dass das Kontext-Netzwerk im Gehirn auch bei der Bildung neuer persönlicher Assoziationen aktiv wird und die Gedächtnisbildung unterstützt. Bei der Untersuchung sollten Personen sich Gegenstände merken, indem sie sich entweder eine Geschichte dazu ausdachten oder sich auf besonders herausstechende Merkmale des Gegenstandes konzentrierten.

Der von Doktor Boris Suchan entwickelte Gedächtnistest orientiert sich am alltäglichen Vorgehen beim Erlernen neuer Informationen. Die mit Hilfe der funktionellen Kernspintomographie ermittelten Hirnaktivierungen umfassen die Regionen um den so genannten Precuneus, den medialen präfrontalen und lateralen parietalen Cortex sowie den Hippocampus.

Interessanterweise haben die Forscher auch herausgefunden, dass genau diese Areale auch aktiv sind, wenn Personen aufgefordert werden, ihren Gedanken einfach freien Lauf zu lassen ohne an etwas Bestimmtes zu denken.

MEDICA.de; Quelle: Ruhr-Universität Bochum