Wie man sie verschwinden lässt

Nach Operationen bleiben oft hässliche
Narben zurück; © Hemera

„Sowohl das Alter einer Person als auch der Ort der Narbe auf dem Gesicht oder Körper beeinflussen die Bildung von Narben“, sagt der Dermatologe James M. Spencer, Professor an der Mount Sinai School of Medicine in New York City. „Jüngere Haut kann sich gut selbst reparieren, bildet aber oft dickere Narben aus und Narben auf festerer Haut sind besser sichtbar. Aber welcher Hauttyp auch immer, wir haben verbesserte Wege, um Operationsnarben zu minimieren“, so Spencer.

Zwei neue Behandlungsmethoden umfassen einmal einen gepulsten Farblaser und zum anderen den Immunmodulator Imiquimod, den man äußerlich aufträgt. Der gepulste Farblaser nutzt ein gelbes Hochenergie-Licht, um die Rötung von Narben zu entfernen und hypertrophische Narben sowie Keloide zu ebnen. Dies kann auch das Jucken und Brennen lindern, das einige Narben begleitet.

„Mit dem gepulsten Farblaser können Patienten innerhalb eines Tages ihre Arbeit oder normale Aktivität wieder aufnehmen. Allerdings kann die behandelte Haut einige Wochen lang gerötet bleiben“, sagt Spencer. „Während diese Behandlung für jeden Narbentyp genutzt werden kann, sind bei hypertrophischen Narben und Keloiden üblicherweise alle ein bis zwei Monate zwei oder mehr Sitzungen nötig.“

Immunmodulatoren hingegen erhöhen die Fähigkeit der Haut, Virusinfektionen zu entdecken und zu kontrollieren oder zu zerstören, indem die Zytokin-Produktion in der Haut angeregt wird. Wenn Immunmodulatoren die Zytokine anregen, erhöht sich die Immunität der Zellen und der Körper kann infizierte Zellen effektiver kontrollieren oder ausschalten.

“Imiquimod stimuliert einen der in der Haut natürlich vorkommenden Entzündungserreger, Interferon, der die Wundheilung der Haut beeinflussen kann“, sagt Spencer. „Wenn man dieses äußerliche Mittel nach chirurgischen Eingriffen auf Narbenflächen anwendet, kann es sein, dass die Narben kleiner werden.“

MEDICA.de; Quelle: American Academy of Dermatology