29/06/2012

German Healthcare Export Group e.V. / GHE e.V.

Winkelstabile Platten in der Unfallchirurgie – Ein Technologieupdate

Die Verwendung winkelstabiler Platten in der Unfallchirurgie hat sich inzwischen zu einem Standard entwickelt. Technologische Weiterentwicklungen sind aufgrund vorhandener Patente und mechanischer Grenzen sehr komplex und dauern lange.

Dem Unternehmen aap Implantate AG ist mit dem neuen anatomischen Plattensystem LOQTEQ® eine Innovation gelungen, die zwei Operationsschritte verbindet. Das winkelstabile Gleitloch ist eine patentierte Technologie, die das Potential hat, sich global durchzusetzen. Durch die bereitgestellte Technologie in Platte und Schraube kann das LOQTEQ® System als die Weiterentwicklung winkelstabiler Osteosynthese gesehen werden.

Technologie: Der Schraubenkopf besteht aus einer Kombination aus Gewinde und Konus. Diese Verbindung ist besonders in lasttragender Richtung überragend in der mechanischen Stabilität. Gleichzeitig ist der Konus die Basis für die geführte Kompression in radialer Richtung. Mit dem LOQTEQ® System kann der Chirurg einen Kompressionsweg von bis zu 2,3 mm überbrücken. Andere Systeme auf dem Markt schaffen nur etwa 1 mm und das lediglich mit Standardschrauben (nicht winkelstabil).

Durch die „offene“ Konusstruktur wird die Wahrscheinlichkeit der Kaltverschweißung minimiert. Diese Problematik sieht man oft bei winkelstabilen Plattensystemen aus Titan.

Momentan bietet die aap Implantate AG das LOQTEQ® System in Klein- und Großfragment Sets an und deckt den größten Teil aller Indikationen ab. Das Portfolio erstreckt sich über folgende anatomische Regionen: den proximalen Humerus, das distale Femur sowie die proximale und distale Tibia. Die Sets sind auf europäische Kliniken abgestimmt und bieten minimalinvasive Instrumentierung, um die Verweildauer zu verkürzen und den Patienten bestens zu versorgen. Das LOQTEQ® System ist ein „lebendes Projekt“ und wird durch weitere Plattensysteme und anatomische Regionen bis 2013 ergänzt. Die komplette Entwicklungsphase wurde und wird auch weiterhin von international bekannten deutschen Trauma Experten begleitet, um ein größtmögliches Maß an Qualität sicherzustellen. Erste klinische Ergebnisse zeigen hervorragende Resultate und lassen auf großen Zuspruch in der chirurgischen Fachwelt hoffen.