Akutes Koronarsyndrom (ACS) beziehungsweise Koronarsyndrom ist der Sammelbegriff für instabile Angina Pectoris und Myokardinfarkt. Trotz zahlreicher Behandlungsfortschritte in den letzten Jahren erleben zehn bis fünfzehn Prozent der Patienten in den zwölf Monaten nach einem Koronarsyndrom ernste kardiovaskuläre Probleme.

Bei CSL-111 handelt es sich um einen patentierten biologischen Wirkstoff, der aus Apolipoprotein A-I besteht, das aus gereinigtem Humanplasma gewonnen wird und dem humanen HDL chemisch und biologisch gleicht. Eine Dosis von 40 mg/kg CSL-111 führt zu einer etwa 50-prozentigen Erhöhung des HDL-Spiegels im Blut, der über eine Woche hinweg erhöht bleibt.

Beim ACC-Kongress wurde jetzt die ERASE-Studie (Effect of Reconstituted HDL on Atherosclerosis -Safety and Efficacy) vorgestellt, eine randomisierte, blinde, placebokontrollierte Studie der Phase 2. In der Studie wurde untersucht, ob vier Infusionen von CSL-111, die Patienten nach einem akuten Koronarsyndrom jeweils im Abstand einer Woche gegeben wurden, das Plaquevolumen in den Koronararterien zu reduzieren vermochten. Die Begutachtung der Arterien erfolgte über intravaskuläre Ultraschalluntersuchungen (IVUS) und quantitative Koronarangiographie (QCA).

183 Patienten bekamen Placebo beziehungsweise 40 mg/kg oder 80 mg/kg CSL-111. Die Reduktion des koronaren Plaquevolumens nach Infusion von CSL-111 betrug 3,4 Prozent und nach Placebo 1,6 Prozent. Im Vergleich zu den Werten vor Behandlungsbeginn, ist die Verringerung bei Patienten, die eine CSL-111-Infusion erhielten, statistisch signifikant (p kleiner 0,001), wohingegen dies in der Placebogruppe nicht der Fall ist.

MEDICA.de; Quelle: American College of Cardiology 2007 Scientific Sessions