BDI-Präsident Jürgen R. Thumann und der SPECTARIS-Vorsitzende Dr. Michael Kaschke betonten, angesichts einer zunehmenden Verschärfung der internationalen Wettbewerbssituation stehe Innovationsstärke im Mittelpunkt für die Zukunftsfähigkeit des Standorts Deutschland.

Dabei bedürfe es intensiver Anstrengungen, um Konzepte einer zukunftsfähigen Wertschöpfung am Standort Deutschland weiter zu entwickeln, die Effizienz bzw. Bedarfsorientierung der Bildungssysteme zu steigern und Fachkompetenz bei Zukunftstechnologien in Deutschland auszubauen sowie die Beschleunigung und den erfolgreichen Transfer von Innovationen durch Verfügbarkeit von Kapital und wirksamen Netzwerken zu fördern.

"Wenn auf der einen Seite Wertschöpfung in manchen Industriebereichen verloren geht, müssen wir dies durch mehr Wertschöpfung und Arbeitsplätze in anderen Bereichen ausgleichen. Innovation, Forschung und Entwicklung sind hier die Stichworte. Die feinmechanische und optische Industrie hat es vorgemacht: Sie hat sich zu einer High-Tech-Industrie entwickelt, die international wettbewerbsfähig und erfolgreich ist. Aber: Wir brauchen mehr solcher innovativen Branchen und somit eine nachhaltige Politik für mehr Innovationen aus Deutschland", so Thumann.

"Ein bestehender Mangel an Risikokapital für die Kommerzialisierung innovativer Ideen muss dringend beseitigt und funktionierende Netzwerkstrukturen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft müssen weiter ausgebaut werden", ergänzte Kaschke. "Die Bereitstellung von Fördermitteln sollte stärker auf die Unterstützung dieses Transfers von Innovationen sowie auf Kerntechnologien mit hoher Hebelwirkung bzw. Branchen mit nachgewiesenem Zukunftspotenzial gerichtet werden."

MEDICA.de; Quelle: Industrieverband SPECTARIS