Wissenschaftler für neues Lehrkonzept ausgezeichnet

Der Preis ging an Diplom-Psychologin Katrin Rockenbauch, die das Konzept gemeinsam mit Doktor Yve Stöbel-Richter und Doktor Oliver Decker von der Abteilung Medizinische Soziologie und Medizinische Psychologie der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig entwickelt hat. Das genaue Thema lautet: "Implementierung eines Längsschnittcurriculums zur Gesprächsführung für Medizinstudierende im Grundstudium".

Als besonders gute Elemente des Projekts wurden von der Jury die strukturierte, fundierte und inhaltliche Auseinandersetzung mit den Themen Kommunikation und Reflexion unter Einsatz von Tutoren unterschiedlicher Fachrichtungen und Schauspielpatienten bei gleichzeitiger Einbettung in ein umfassendes Konzept zur Qualitätssicherung beurteilt.

Das neue Lehrkonzept geht einher mit der Einführung der neuen Approbationsordnung für Ärzte. Der Kurs ist im Grundstudium angesiedelt und geht über zwei Semester. Durchgeführt wird er von studentischen Tutoren, die alle eine Grundausbildung und fortlaufende Schulungen sowie Supervision zum Thema erhalten. "Ziel des Kurses ist es, das eigene Gesprächsführungsverhalten zu reflektieren und gegebenenfalls neue Handlungsweisen in das eigene Verhalten einzubeziehen.", erläutert Professor Elmar Brähler von der Universität Leipzig.

Didaktische Mittel die dazu verwendet werden, sind: Rollenspiele, Videofeedback, Übungen zur Kommunikation, Gespräche mit Schauspielpatienten, Gespräche mit Patienten, regelmäßige Evaluation der Kurse und Einbeziehung der Ergebnisse in das jeweils folgende Semester.

Die Studenten befürworten diese Kurse, vor allem die praktische Vorgehensweise in kleinen Gruppen. Bedauert wird, dass die Gesprächsführung nicht auch im Hauptstudium weitergeführt wird.

MEDICA.de; Quelle: Universität Leipzig