World Brain Day 2016 – Das alternde Gehirn

21.07.2016

Zum dritten Mal lädt die World Federation of Neurology (WFN) zum World Brain Day ein. Dieses Jahr lautet das Motto "Das alternde Gehirn". Im Fokus stehen dabei die Prävention von und der Umgang mit den neurologischen Krankheiten Schlaganfall, Alzheimer und Parkinson. Denn die Gefahr daran zu erkranken, nimmt mit steigendem Alter zu. 
Bild: Darstellung eines Neurons (vorne), das über Synapsen mit vielen weiteren Neuronen (hinten) verbunden ist. An einigen Stellen leuchten die Synapsen; Copyright: panthermedia.net/ktsdesign

Nervenzellen und Synapsen sind für die Funktion des Gehirns von ungeheurer Wichtigkeit; ©panthermedia.net/ktsdesign

Das Gehirn ist die Schaltzentrale des Menschen. Dort laufen alle Entscheidungen, die wir treffen, alle Informationen, die wir erhalten, zusammen und werden in Sekundenschnelle weiterverarbeitet. Möglich wird dies durch die etwa 100 Milliarden Nervenzellen und die ungefähr 100 Billionen Synapsen.

Erleidet das Hirn einen Schaden, hat dies dementsprechend auch schlimme Folgen für die betroffene Person. Neuronale Erkrankungen wie Schlaganfall, Alzheimer oder Parkinson können einen großen Schaden anrichten. Diese Krankheiten können in jedem Alter auftreten, doch die Wahrscheinlichkeit, daran zu erkranken, steigt, je älter man wird. Von daher ist es wichtig zu wissen, wie man dem entgegenwirken kann, aber auch, wie man mit solchen Krankheiten umgeht – für Betroffene und für Angehörige.

Bild: Ein roter Kopf, der aus vielen Zahnrädern besteht. Aus dem Hinterkopf fliegen die Zahnräder weg, sodass sich die Kopfform langsam auflöst; Copyright: panthermedia.net/lightsource

Bei neurologischen Krankheiten wie Alzheimer oder Parkinson sterben Nervenzellen ab. Die Folge: Das Gehirn kann wichtige Funktionen schlecht oder gar nicht mehr ausführen; ©panthermedia.net/ lightsource

Durch verschiedene Ursachen, wie beispielsweise eine Minderversorgung des Gehirns mit Blut, kommt es dazu, dass Nervenzellen im Gehirn absterben, so dass das Gehirn wichtige Funktionen nicht mehr ordentlich ausführen kann. Lähmungen und Taubheitsgefühle beim Schlaganfall, Gedächtnis- und Sprachverlust bei Alzheimer und Muskelsteifigkeit und Zittern bei Parkinson sind die Folge. 

Bevor es jedoch dazu kommt, kann man diesen, zumindest teilweise, vorbeugen. Denn neben dem fortschreitenden Alter spielen noch eine ganze Reihe weiterer Faktoren eine signifikante Rolle. Wichtig ist es, das Gehirn zu „trainieren“. Das bedeutet, durch Lesen, Denksport oder ähnliche Tätigkeiten geistig aktiv zu bleiben sowie soziale Kontakte aufrechtzuerhalten und an geselligen Aktivitäten teilnehmen. Auch eine gesunde Ernährung, mit viel Obst und Gemüse und wenig Fett und Zucker, sowie regelmäßige Bewegung sind von Bedeutung. Wichtig sind dabei Kontinuität, Abwechslung und Spaß.

Mehr Informationen zur Aktion des WFN finden Sie auf der offiziellen Kampagnenseite (www.wfneurology.org) und in den sozialen Netzwerken unter #WorldBrainDay.

Eine weitere Kampagne ist #UnderTheUmbrella. Diese möchte mit ihrer Aktion allgemein auf Gehhirnkrankheiten aufmerksam machen. Informationen dazu finden Sie auf der offiziellen Seite (www.undertheumbrella.eu).