Wunderwaffe Wuff

Tierisch gute Epinephrin-Werte
ermöglicht ein Hundebesuch am
Krankenbett; © PixelQuelle.de

Schon seit einiger Zeit macht die "Animal-Assisted Therapy (AAT)" in den USA von sich reden. In einer Studie, die jetzt beim Jahreskongress der "American Heart Association" in Chicago vorgestellt wurde, hat eine Arbeitsgruppe um Kathie M. Cole, Leitende Krankenschwester am UCLA Medical Center in Los Angeles, USA, nun nachgewiesen, dass des Menschen bester Freund die Gesundheit nachweisbar verbessern kann.

76 Patienten, die wegen einer Herzinsuffizienz in einer Klinik behandelt wurden, nahmen an der Studie teil. Alle wurden randomisiert entweder von einem Freiwilligen mit einem Hund besucht, nur von einem menschlichen Freiwilligen oder gar nicht. Jeweils vor und nach den Besuchen wurden bei den Patienten bestimmte Laborparameter der Herz- und Lungenleistung gemessen. Außerdem gaben die Patienten in einem speziellen Fragebogen Auskunft über ihre seelische Befindlichkeit. In der „Hundegruppe“ kamen die Freiwilligen jeweils mit einem speziell trainierten, friedlichen Hund aus zwölf verschiedenen Rassen zwölf Minuten lang ans Krankenbett der Patienten. Die Hunde durften sich auf das Bett legen und wurden von den Patienten ausgiebig gekrault.

Gemäß psychologischem Fragebogen fiel die Ängstlichkeit der Patienten nach einem Hundebesuch um 24 Prozent. Wurden sie nur von einem Menschen besucht, fiel die Ängstlichkeit um zehn Prozent und blieb gleich, wenn die Patienten keinen Besuch bekamen.

Der Spiegel des Stress-Hormons Epinephrin fiel um durchschnittlich 14,1 Picogramm/mL oder 17 Prozent nach dem Besuch des Hundes, beziehungsweise um zwei Prozent nach dem Besuch der Freiwilligen. Auch der systolische Druck in der Pulmonalarterie konnte gesenkt werden, und zwar um zehn Prozent nach dem Besuch der Hunde. In den beiden anderen Gruppen dagegen stieg der Druck tendenziell sogar noch an.

MEDICA.de; Quelle: AHA 2005 Scientific Sessions