09.10.2009

ZVEI Fachverband Elektromed. Technik (ZVEI)

ZVEI: Neue Vergütungsstruktur bei GKV nötig, um Investitionen in moderne Apparate zu belohnen


Eine aktuelle Untersuchung des ZVEI-Fachverbands Elektromedizinische Technik belegt, dass nuklearmedizinische Geräte in Deutschland häufig veraltet sind. Der Untersuchung zufolge ist mindestens die Hälfte der installierten Geräte älter als zehn Jahre. „Diagnostik auf dem aktuellen Stand der Medizin und Technik ist mit diesen Geräten auch bei guter Wartung nicht möglich“, sagte Fachverbands-Geschäftsführer Hans-Peter Bursig. Nötig sei deshalb eine Aktualisierung der Anforderungen an nuklearmedizinische Geräte im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung. Die Vergütung sollte das Alter der Geräte berücksichtigen und Investitionen in eine moderne Ausstattung belohnen.

Der Untersuchung liegt eine Befragung der Mitgliedsunternehmen des ZVEI-Fachverbands zugrunde. Die Ergebnisse wurden aus Anlass des Europäischen Kongresses für Nuklearmedizin vom 10. bis 14. Oktober in Barcelona vorgestellt. Nur bei der neuesten Untersuchungsmethode, der Positronen-Emissions-Tomographie (PET), ist die Altersstruktur noch vergleichsweise gut. Bei Geräten für die konventionelle Nuklearmedizin, (Gamma-Kameras für die Single Photon Emission Computed Tomography (SPECT)), mit denen ein Großteil der Untersuchungen erbracht wird, ist die Lage dagegen dramatisch. Von 1.780 Geräten verschiedener Bauformen sind 940 Geräte (52 Prozent), älter als zehn Jahre. Nur 400 Geräte (23 Prozent) sind jünger als fünf Jahre. Dabei gibt es gerade bei der konventionellen Nuklearmedizin in den vergangenen fünf Jahren deutliche technische Fortschritte.

Die Nuklearmedizin kann im Gegensatz zu anderen bildgebenden Verfahren die Funktion von Organen und Organsystemen sichtbar machen. Nuklearmedizinisch untersucht werden vor allem Schilddrüse, Herz sowie Krebserkrankungen.