18.06.2009

ZVEI - Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V.

ZVEI: Wirtschaftskrise erfordert flexible Lösungen bei Kongressen

Frankfurt am Main – Der ZVEI-Fachverband Elektromedizinische Technik spricht sich dafür aus, dass die Veranstalter von Ausstellungen und Kongressen mit neuen Konzepten und Strategien flexibel auf das veränderte wirtschaftliche Umfeld reagieren. „Ausstellungen und Kongresse in Deutschland und im Ausland bleiben unverändert eine der wichtigsten Präsentationsplattformen unserer Produkte und Systeme“, betont Hans-Peter Bursig, Geschäftsführer des ZVEI-Fachverbands Elektromedizinische Technik. „Wir brauchen den Austausch zwischen Anwendern und Industrie über innovative Technologien für die Gesundheitsversorgung von morgen. Dennoch müssen die Unternehmen der Branche auch diesen Kostenblock im Marketing unter die Lupe nehmen.“

Es sei damit zu rechnen, dass die Unternehmen der medizintechnischen Industrie den Aufwand in diesem Bereich kurzfristig überprüfen und neu bewerten, so Bursig. Bei einzelnen Veranstaltungen könne es zu deutlichen Veränderungen bei der Beteiligung kommen. Messeveranstalter sollten in dieser Situation geeignete Angebote machen, die sich an den gewandelten Erfordernissen der Aussteller orientieren. Die internationale Wirtschaftskrise betrifft zahlreiche Unternehmen und Branchen. Auch die Unternehmen der medizintechnischen Industrie reagieren mit einer intensiven Überprüfung aller Kostenpositionen auf die schwierige Entwicklung der wirtschaftlichen Lage. Besonders im Fokus stehen dabei auch die Marketingmaßnahmen. Die Unternehmen sind hingegen bestrebt, die Entwicklungs- und Fertigungskapazitäten weitestgehend zu erhalten, um auf eine spätere Belebung der Nachfrage schnell reagieren zu können. Die Unternehmen der deutschen medizintechnischen Industrie müssen sich der aktuellen Situation kritisch und mit Augenmaß stellen. Eine wichtige Rolle spielt die schlechte Entwicklung der Exportmärkte, besonders in den USA. Das Exportgeschäft trägt über 60 Prozent zum Umsatz der Branche in Deutschland bei. Das Inlandsgeschäft verläuft im Vergleich zwar weitgehend stabil. Eine Belebung des deutschen Marktes, die den fehlenden Export ausgleichen könnte, ist aber nicht zu erwarten. Diese Einschätzung trifft der ZVEI-Fachverband
Elektromedizinische Technik nach den ersten vier Monaten des Jahres 2009.