04/03/2009

ZVEI - Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V.

ZVEI fordert: Gesundheitswirtschaft als Stabilitätsanker stärken

Frankfurt am Main, 4. März 2009 - „In Deutschland verspricht die Gesundheitswirtschaft Stabilität und Wachstum. Mit fast
4,5 Millionen Beschäftigten und einem Volumen von 260 Milliarden Euro erwirtschaftet sie elf Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Deshalb sollten gerade in der jetzigen Wirtschaftslage Investitionen in die Gesundheitsinfrastruktur einen hohen Stellenwert einnehmen“, fordert Christian O. Erbe, stellvertretender Vorsitzender des ZVEI-Fachverbands Elektromedizinische Technik. Auf den großen Investitionsbedarf insbesondere im Bereich telemedizinischer Anwendungen weist die TeleHealth 2009 im Rahmen der CeBIT hin.

Zwar sind die vom Fachverband ermittelten Marktdaten für 2008 mit knapp 1,1 Milliarden Euro Inlandsumsatz (plus zwei Prozent) noch positiv, leichte Rückgänge im Auftragseingang von einem Prozent für das Gesamtjahr deuten aber eine Eintrübung bereits an. „Das Konjunkturpaket II stellt Mittel für die Infrastrukturen in Deutschland zur Verfügung. Für den Bereich kommunaler Kliniken bleiben davon jedoch nur Bruchteile übrig“, moniert Erbe. Eine Investitionsoffensive zur Modernisierung der Gesundheitsinfrastruktur und zur Vernetzung der Gesundheitswirtschaft könne so nicht entstehen. Dabei sehe die Mehrzahl der medizinischen Anwender große Chancen im schnellen Zugriff auf relevante medizinische Informationen, in der besseren Koordination und Abstimmung mit anderen Leistungserbringern sowie in der Anpassung der eigenen internen Prozesse und Abläufe.

Der deutsche Gesundheitsmarkt biete gerade in der aktuellen Situation, in der andere Branchen massive Einbrüche verzeichnen, Chancen für Wachstum und Beschäftigung. Dabei wird die Nachfrage nach Gesundheitsleistungen durch den demographischen Wandel, das steigende Gesundheitsbewusstsein in der Bevölkerung und die immer besseren Behandlungsmöglichkeiten verschiedenster Krankheitsbilder langfristig weiter wachsen. Gerade Medizintechnik „made in Germany“ könnte Patienten und Ärzten helfen und darüber hinaus Hightech-Arbeitsplätze in Deutschland sichern. „Immer mehr Menschen können Dank guter medizinischer Betreuung trotz schwerer Erkrankungen ein erfülltes und produktives Leben führen. Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, Krebs und Diabetes kommen dabei nicht nur in Deutschland und den westlichen Industrieländern immer häufiger vor, sondern auch in Ländern der Wachstumsregionen der Welt“, so Erbe. Auch die Exportmöglichkeiten der Branche blieben deshalb ungebrochen aussichtsreich.