08.11.2007

ZVEI - Fachverband Elektromedizinische Technik

ZVEI fordert vernetzte Infrastrukturen in der Medizintechnik

Frankfurt am Main, 8. November 2007 – Nach vielen Verzögerungen nimmt das Großprojekt der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) in Deutschland jetzt konkrete Konturen an. Eine flächendeckende Einführung ist für das Frühjahr 2008 geplant. Derzeit finden umfangreiche Tests auf regionaler Ebene statt. „Die elektronische Gesundheitskarte ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einer umfassenden Vernetzung der medizinischen Infrastruktur“, betonte Jochen Franke, Vorsitzender des ZVEI-Fachverbands Elektromedizinische Technik am Rande der MEDICA-Pressekonferenz. Die Gesundheitskarte steht für den Einstieg Deutschlands in ein neues Zeitalter der Gesundheitsversorgung. Auf Basis der eGK kann sich das immense Potenzial deutscher Medizintechnik-Anbieter erst richtig entfalten.

Die Gesundheitskarte macht die Datenhaltung und -auswertung während des gesamten Krankheitsverlaufs möglich. Von einer solchen prozessorientierten Gesundheitsversorgung profitieren die Patienten in Deutschland unmittelbar. Sie können schneller und besser behandelt werden. Liegezeiten in Krankenhäusern können sich weiter verringern, medizinische Leistungen kostengünstiger erbracht werden. Eine elektronische Vernetzung zahlt sich einerseits für das Krankenhaus betriebswirtschaftlich aus, andererseits auch volkswirtschaftlich auf Ebene der Kostenträger. Zudem ist sie ein Kompetenznachweis für die Medizintechnik-Hersteller.

ZVEI-Mitgliedsunternehmen tragen sowohl durch innovative Produkte als auch durch ihre Kompetenz in der Prozessoptimierung zur Erschließung von Effizienzreserven bei. Dass der konsequente Einsatz neuer Produkte erhebliche Einsparungen ermöglicht, weist eine neue Studie nach, die der ZVEI gemeinsam mit Spectaris veröffentlicht hat.

Franke: “Es muss unser Ziel sein, alle Chancen zur Steigerung der Effizienz im Gesundheitswesen endlich zu realisieren. Dies kann nicht zuletzt finanzielle Handlungsspielräume erhöhen. Ermutigend ist, dass die Bundesregierung in ihrer Hightech-Strategie deutliche Signale setzt, um deutsche Leitmärkte zu entwickeln. Dazu gehört zweifellos auch der deutsche Gesundheitsmarkt.“