Zertifikat für qualifizierte Schmerztherapie

Bessere Schmerztherapie in
Kliniken; © Picture Disk

Die Deutsche Gesellschaft zum Studium des Schmerzes (DGSS), die Deutsche Gesellschaft für Interdisziplinäre Klinische Medizin (DGIKM) und der Deutsche Berufsverband für Krankenpflege (DBFK) haben die Einführung des Zertifikats "Qualifizierte Schmerztherapie" jetzt einvernehmlich beschlossen.

Das Zertifikat soll jene Kliniken und andere Einrichtungen öffentlich auszeichnen, die an Hand definierter Kriterien nachweisen können, dass eine qualifizierte Schmerztherapie von Ärzten und Pflegenden realisiert wird, die operativ wie konservativ behandelten Patienten zugute kommt. Das Zertifikat erhalten nur Kliniken, in denen die Mehrzahl der Patienten schlimmstenfalls gut erträgliche Schmerzen angibt.

Dies entspricht nach einer neuen wissenschaftlichen Untersuchung an mehr als 4000 Patienten einem Wert von unter 4 auf einer Schmerzskala von 1 bis 10. "Dieser Wert ist nachweislich erreichbar", so Prof. Dr. Christoph Maier, Leiter der Abteilung für Schmerztherapie der BG Kliniken Bergmannsheil und Sprecher des Projekts "Schmerzfreies Krankenhaus". "Wir wollen damit auch einen Anreiz schaffen, dass sich die Schmerztherapie in Kliniken verbessert."

Grundlage für die Kriterien sollen die repräsentativen Daten sein, die inzwischen in 25 Kliniken im Rahmen des Projektes "Schmerzfreies Krankenhaus" von über 4000 Patienten, mehr als 2500 Pflegenden und über 1200 Ärzten gewonnen wurden. Erstmals wurden hierbei die Patientendaten zur Häufigkeit und Schwere von Schmerzen sowohl aus operativen als auch den nicht-operativen Fachgebieten erhoben. Und erstmals wurde ein solches Projekt sowohl von der ärztlichen wie von der pflegerischen Seite gemeinsam konzipiert und realisiert. Der Ablauf der Zertifizierung wird bis April 2006 von den beteiligten Fachgesellschaften veröffentlicht.

MEDICA.de; Quelle: Deutsche Gesellschaft zum Studium des Schmerzes e.V. (DGSS)