Tierstudien haben eine Verbindung hergestellt zwischen dem Retinolspiegel, der Entwicklung der Nephronen und einem späteren Hypertonus. Näheres zeigt jetzt eine Studie, die in Indien und parallel in Kanada durchgeführt wurde. Jeweils 46 beziehungsweise 48 Schwangere nahmen daran teil.

Zwischen der zehnten und 14., beziehungsweise 20. und 28. sowie 32. und 36. Schwangerschaftswoche untersuchte man bei allen Schwangeren den Ernährungszustand und die Serum-Retinolspiegel. Dann verglich man dies mit der Nierengröße bei den Neugeborenen. Dazu benutzte man Ultraschall.

Bei den Schwangeren beziehungsweise deren Babys in Bangalore/Indien waren sowohl die Retinolspiegel im mütterlichen Blut als auch die Nierengrößen bei den Neugeborenen niedrigre als bei den Frauen aus Montreal/Kanada.

Sollte sich dieser Befund in größeren Studien bestätigen, hätte das nach Einschätzung der Studienleiter große Auswirkungen auf die Gesundheitsvorsorge bei Müttern vor allem in Ländern der so genannten Dritten Welt.

MEDICA.de; Quelle: Pediatric Nephrology 2007, Vol. 22, S. 209-214