Passivrauchen ist ein wichtiger Faktor, der zu Morbidität und Mortalität beiträgt. Vor allem Kinder sind gefährdet. In Schottland waren im Jahre 2003 bis zu 80 Prozent aller Kinder Passivrauchen ausgesetzt. Vom epidemiologischen Standpunkt aus ist es wichtig, das Rauchen vor allem in Haushalten mit Kindern einzuschränken, da dadurch viele Erkrankungen vermieden werden könnten.

Seit 2005 ist in Schottland das Rauchen auf öffentlichen Plätzen und in öffentlichen Räumen verboten. Möglicherweise hat dies auch Auswirkungen auf die Rate der Kinder, die in Autos oder zuhause Passivrauch ausgesetzt sind. Eine Studie sollte dies untersuchen.

50 Erwachsene im Alter zwischen 18 und 75 Jahren aus verschiedenen sozialen Schichten nahmen daran teil. Es handelte sich dabei um Raucher, die mit Rauchern zusammen leben, Raucher mit Nichtrauchern, und Nichtraucher, die mit Rauchern zusammen leben.

Nahezu alle Befragten waren sich der Gefahren des Passivrauchens bewusst. Nur einige verneinten dies und praktisch alle waren sich darüber im Klaren, dass Kinder davor geschützt werden müssten. Die Mehrheit der Befragten behauptete, zuhause Maßnahmen gegen Zigarettenrauch durchzuführen. Dies reichte vom Öffnen der Fenster bis zum Rauchen vor dem Haus. Raucher waren vor allem dann zu restriktive Maßnahmen in ihrem häuslichen Umfeld bereit, wenn dort Kinder lebten. Allerdings machten auch alle Studienteilnehmer klar, dass sie ihr Zuhause als persönlichen Raum wahrnehmen, in dem sie kaum aufgezwungene Verbote akzeptieren würden. Im Auto beschränkten sich die Befragten freiwillig noch stärker als in den eigenen vier Wänden.

In Bezug auf das Verbot des Rauchens in öffentlichen Räumen waren die Befragten geteilter Meinung: Praktisch alle gaben zu, dass dies die Entscheidung über das Rauchen zuhause nicht beeinflusst habe.

MEDICA.de; Quelle: British Medical Journal 2007, Vol. 335, S. 553