Studien haben nachgewiesen, dass Männer, die mindestens 16 Jahre lang gesund lebten, also sich gesund ernährten und Sport trieben sowie auf Rauchen verzichteten, ein 62 Prozent geringeres Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse haben. Allerdings wurden in diesen Studien vornehmlich solche Probanden untersucht, die schon seit ihrer Jugend ein gesundes Leben geführt hatten und dies auch als Erwachsene beibehielten. Wie groß der Nutzen ist, wenn man sein Leben erst im Erwachsenenalter auf „gesund“ umstellt, war bislang noch nicht untersucht worden.

Genau dies holt jetzt eine Studie der „Medical University of South Carolina“ in Charleston, USA, nach. Es handelte sich dabei um eine Teilstudie der „Atherosclerosis Risk in Communities (ARIC)“-Untersuchung, an der 15.708 Probanden im Alter zwischen 45 und 64 Jahren teilgenommen hatten. 1.344 dieser Studienteilnehmer lebten schon lange gesund nach insgesamt vier Punkten: Sie aßen mindestens fünf Mal am Tag Früchte oder Gemüse, bewegten sich regelmäßig sportlich, hatten einen Body Mass Index zwischen 18,5 und 29,9 kg/m2 und rauchten nicht. 970 weitere Probanden hatten sich erst durchschnittlich sechs Jahre nach Beginn der Untersuchung zu diesem gesunden Lebensstil durchgerungen.

Im Vergleich zu jenen Probanden, die nicht gesund lebten, hatten die gesund lebenden Probanden ein geringeres Mortalitätsrisiko in den kommenden vier Jahren (2,5 Prozent versus 4,2 Prozent) beziehungsweise ein geringeres kardiovaskuläres Risiko (11,7 Prozent versus 16,5 Prozent; p kleiner 0.01).

Jene Probanden, die sich erst im Verlauf der Studie dazu entschlossen, gesund zu leben, hatten ebenfalls ein geringeres Risiko in beiden Punkten.

MEDICA.de; Quelle: American Journal of Medicine 2007, Vol. 120, S. 598-603