Ausstellung: Zunahme von sexuell übertragbaren Infektionen

11.06.2013
Foto: AIDS-Schleife

Die Zahl der sexuell übertragbaren Infektionen nimmt in Deutschland seit einiger Zeit deutlich zu; © pantherme-
dia.net/Sebastian Kaulitzki

Mit der neuen Ausstellung „GROßE FREIHEIT – liebe.lust.leben.“ greift die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) ein Thema auf, das vielen Menschen überhaupt nicht oder noch viel zu wenig bekannt ist: Das Risiko, sich eine sexuell übertragbare Infektion – kurz STI: sexually transmitted infections – zuzuziehen und zu erkranken.

Da die Zahl der sexuell übertragbaren Infektionen auch in Deutschland seit einiger Zeit deutlich zunimmt informiert die BZgA im Rahmen ihrer AIDS-Prävention verstärkt über STI. In der neuen, interaktiven Ausstellung stellt sie diese Infektionen in den Mittelpunkt und zeigt auf unkonventionelle Art, wie man sich vor HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen schützen kann.
HIV/AIDS kennen die Menschen heute, aber die wenigsten wissen, was Syphilis, Chlamydien, Gonorrhoe, Hepatitis B, Hepatitis C, Herpes genitalis, HPV/Papillomavirus und Trichomonaden sind und dass sie zur Gruppe der STI gehören. Da die Zahl der sexuell übertragbaren Infektionen auch in Deutschland seit einiger Zeit deutlich zunimmt und STI das Risiko einer HIV-Infektion um das Zwei- bis Zehnfache steigern können, informiert die BZgA im Rahmen ihrer AIDS-Prävention verstärkt über STI.

Deshalb stellt die BZgA diese Infektionen in der neuen, interaktiven Ausstellung in den Mittelpunkt und zeigt auf unkonventionelle Art, wie man sich vor HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen schützen kann. Für den markanten Ausstellungsraum wurden sechs Seecontainer zu ‚Erlebnis-Containern’ umgebaut und durch ein aufblasbares Kuppelzelt ergänzt.

Anlässlich der Ausstellungseröffnung erklärt Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr: „Will man Jugendliche und junge Erwachsene erreichen, muss man ihre Sprache sprechen und ihr Interesse wecken. Die Ausstellung vermittelt auf unterhaltsame und lockere Art und Weise die relevanten Informationen zu Übertragungsrisiken. Sie nimmt den Besuchern die Scheu, sich mit den teilweise immer noch tabubehafteten Themen Sexualität, Lust, Verhütung, HIV und STI zu befassen und darüber zu sprechen. Die Ausstellung bietet neben interaktiver Wissensvermittlung in innovativer und ansprechender Form Zugang zu einem Thema, das uns alle angeht und für das jeder selbstbestimmt Verantwortung tragen sollte.“

Die Ausstellungsbesucher erhalten Einblick in das Leben von acht Menschen. Jeder der Charaktere erzählt eine individuelle Geschichte, in der er beziehungsweise sie die Besucher mit dem Risiko, an sexuell übertragbaren Infektionen zu erkranken, konfrontiert.

„Menschen, die in Deutschland leben, haben in einer offenen Gesellschaft die große Freiheit, eine selbstbestimmte Sexualität zu leben“, sagt Professor Elisabeth Pott, Direktorin der BZgA. „Freiheit bedeutet, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen. Dazu gehört der Schutz vor HIV und anderen STI, denn mit STI kann sich jeder sexuell aktive Mensch anstecken. Die neue Ausstellung ist eine Weiterentwicklung der HIV- und STI-Präventionsansätze im Rahmen der nationalen Gesamtkampagne der BZgA, die neue Seh- und Kommunikationsgewohnheiten aufgreift.“

MEDICA.de; Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung