CORONA (COntrolled ROsuvastatin MultiNAtional Study in Heart Failure) war eine langfristige, randomisierte, placebokontrollierte Studie mit mehr als 5.000 Patienten, die an chronischer, symptomatischer, systolischer Herzinsuffizienz (NYHA II-IV) ischämischen Ursprungs litten. Im Rahmen der Studie erhielten die Patienten zusätzlich zu einer optimalen Therapie noch 10 mg Rosuvastatin. Der Wirkstoff wurde während der Studie von mehr als 2.500 Patienten gut vertragen, das Sicherheitsprofil war dem des Placebos ähnlich.

Bei jenen Patienten, die das Rosuvastatin erhielten, traten die kombinierten primären Endpunkte eines kardiovaskulären Todes oder eines Herzinfarkts oder Schlaganfalls um acht Prozent seltener auf (p gleich 0.12), was statistisch nicht signifikant ist. Diese Reduzierung beruht vor allem auf einem Rückgang von Schlaganfällen und Herzinfarkten.

In dieser Studie war der Großteil der Todesfälle auf plötzlichen Tod oder nicht ischämische Ursachen zurückzuführen, auf die die Statintherapie offenbar keine Einwirkungen hatte. Darüber hinaus mussten Patienten, denen Rosuvastatin verabreicht wurde, im Vergleich zu Placebo-Patienten seltener ins Krankenhaus eingewiesen werden.

Die Untersuchungsergebnisse weisen darauf hin, dass die Haupttodesursache bei progressiver Herzinsuffizienz wahrscheinlich nicht mit atherosklerotischen Ereignissen zusammenhängt, wo man Vorteile von Statinen erwarten könnte. Wahrscheinlich liegt es vor allem am Abbau des versagenden Herzmuskels, der irreparabel geschädigt war. Nach Ansicht der Studienleiter unterstreicht die CORONA-Studie, dass Ärzte bei einer Arteriosklerose frühzeitig intervenieren sollten, um eine der schlimmsten Konsequenzen, nämlich ein Herzversagen, zu vermeiden.

MEDICA.de; Quelle: American Heart Association (AHA): Scientific Sessions 2007