Letzteres gilt allerdings nur für die so genannte synchrone Balneophototherapie, bei der ein Patient während des Bades bestrahlt wird. Zu diesem Ergebnis kommt der Abschlussbericht des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Untereiner Balneophototherapie versteht man Therapien gegen Hautkrankheiten, die spezielle Bäder und eine Bestrahlung mit UV-Licht kombinieren. Bad und Bestrahlung können nacheinander (asynchron) oder gleichzeitig (synchron) erfolgen.

Die synchrone Variante spielt in der Praxis nur als sogenanntes TOMESA-Verfahren eine Rolle. Bei den asynchronen Methoden untersuchte das IQWiG zum einen die "Bade-PUVA". Hier enthält das Wasser den Wirkstoff Psoralen, der die Haut lichtempfindlicher macht. Danach wird mit UVA-Licht bestrahlt. Zum anderen wurden Studien zur so genannten Photosoletherapie ausgewertet, bei der Patienten zuerst in einer konzentrierten Salzlösung baden und danach UVB-Licht ausgesetzt werden.

Insgesamt gingen 13 kontrollierte Studien. Diese Studien ließen jedoch viele Fragen unbeantwortet, weil bei Studienplanung und -publikation wichtige Aspekte nicht berücksichtigt worden waren. Viele Studien wiesen Mängel auf.

Die Auswertung der Studien ergab, dass sich Hautbeschwerden von Psoriasis-Patienten bei allen drei Varianten der Balneophototherapie positiver als bei einer trockenen Bestrahlung entwickelten. Für die Bade-PUVA sind darüber hinaus weniger unerwünschte Wirkungen belegt. Im Vergleich der beiden asynchronen Methoden untereinander schneidet die Bade-PUVA besser ab als die Photosoletherapie und zwar sowohl mit Blick auf das Hautbeschwerdebild als auch auf die Nebenwirkungen. Wie sich die Lebensqualität von Patienten mit Psoriasis verändert, lässt sich aus den verfügbaren Studien für keine der asynchronen Methoden ablesen.

MEDICA.de; Quelle: Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen