Zwei Forscher ausgezeichnet

Meyer wird für seine Arbeit "Prophylactic transfer of CD8-depleted donor lymphocytes after T-cell-depleted reduced-intensity transplantation" ausgezeichnet. Meyer beschreibt in der Arbeit eine Methode, um unerwünschte Abstoßungsreaktionen nach einer Stammzelltransplantation zu unterdrücken.

Die allogene Blutstammzelltransplantation ("Knochenmarktransplantation") bietet vielen Patienten mit Leukämien, Lymphomen oder anderen bösartigen Erkrankungen oftmals die einzige Chance auf Heilung. Allerdings besteht dabei das Risiko, dass sich die Immunzellen des Spenders gegen den Patienten wenden und auch gesundes Körpergewebe zerstören.

Um dieses Risiko zu verringern, haben Meyer und seine Kollegen aus den Spender-Lymphozyten die besonders aggressiven CD8-Lymphozyten, die sogenannten Killerzellen, entfernt. Das so gewonnene Lymphozyten-Präparat wurde Patienten verabreicht, deren Immunsystem sich in der Folge besser erholen konnte.

Bopp erhält die Auszeichnung für seine Arbeiten "NFATc2 and NFATc3 transcription factors play a crucial role in suppression of CD4+ T lymphocytes by CD4+CD25+ regulatory T cells" und "Cyclic adenosine monophosphate is a key component of regulatory T cell-mediated suppression". Natürlich vorkommende regulatorische T-Zellen (nTregs) sind Schlüsselspieler des Immuntoleranz-Netzwerkes, das in der Regel die Entstehung allergischer und autoimmuner Erkrankungen verhindert. Bei diesen Erkrankungen zerstört das Immunsystem körpereigene Zellen.

Bopp untersucht den Mechanismus, der es nTregs ermöglicht, die Immunreaktion im Körper zu kontrollieren, mit dem Ziel, innovative immuntherapeutische Methoden zu entwickeln. Seine Befunde zeigen erstmals, dass nTregs über Zellkontakt die Aktivierung anderer Immunzellen verhindern können, indem ein Botenstoff durch kleinste Kanäle in der Zellmembran von den nTregs auf diese Immunzellen übertragen wird.

MEDICA.de; Quelle: Johannes Gutenberg-Universität Mainz