Die mittlere Zeit bis zum Krankheitsfortschritt stieg signifikant von 13,8 auf 18,2 Monate (p gleich 0,045), wie jetzt auf dem 31. Kongress der European Society for Medical Oncology (ESMO) bekannt wurde.

In einer Studie wurde die orale Gabe von Capecitabin, zusätzlich zu Trastuzumab und Docetaxel, bei Patienten mit HER2-positivem Brustkrebs untersucht, deren lokal fortgeschrittene beziehungsweise metastasierende Krankheit zuvor unbehandelt geblieben war.

222 Patientinnen nahmen an dieser Phase II-Studie teil. Randomisiert erhielten 112 Capecitabin und zusätzlich Trastuzumab und Docetaxel und 110 erhielten nur die Zweierkombination. Capecitabin wurde über die ersten 14 Tage der dreiwöchigen Zyklen zweimal täglich mit 950 mg/m2 verabreicht.

Abgesehen von der signifikant verlängerten Zeit bis zum Fortschreiten der Krankheit gab es unter der Dreierkombination auch beim progressionsfreien Überleben eine positive Tendenz von im Mittel 12,8 auf 14,8 Monate (p gleich 0,060). In Bezug auf den primären Endpunkt der Gesamtansprechrate (Tumorrückgang), erreichten die Patienten in beiden Gruppen ähnlich gute Ergebnisse von ca. 70 Prozent, ohne dass zwischen den beiden Studiengruppen ein statistischer Unterschied festzustellen war (p gleich 0,717). Zum Zeitpunkt der Auswertung waren die Gesamtüberlebensergebnisse aufgrund des kurzen Beobachtungszeitraums noch nicht zu bewerten. Die Nachbeobachtung der Studie läuft weiter und die endgültige Auswertung der Ergebnisse wird für 2007 erwartet.

Diese Ergebnisse weisen zum ersten Male nach, dass die Gabe einer dritte Chemotherapie als Ergänzung zur am häufigsten eingesetzten First-Line-Behandlung mit Trastuzumab und Taxanen bei Patienten mit einer besonders aggressiven Form der Krankheit von beträchtlichem Nutzen ist. Die Kombination der Wirkstoffe wurde im Allgemeinen auch gut vertragen.

MEDICA.de; Quelle: 31. Kongress der European Society for Medical Oncology (ESMO)