30/10/2006

medi GmbH & Co. KG

medi: Innovationen für die erfolgreiche Osteoporosetherapie

Osteoporose gehört zu den zehn häufigsten Volkskrankheiten und zeichnet sich durch brüchige Knochen, eine gebeugte Haltung und eine abnehmende Körpergröße aus. Unter Phantomschmerzen leiden 70 Prozent aller Patienten nach einer Amputation. Lipödeme, eine atypische Anhäufung von Fettgewebe in den Extremitäten, mit Schmerzen und Schwellung in der zweiten Tageshälfte, treten hauptsächlich bei Frauen auf. medi hat in Zusammenarbeit mit Ärzten in Bezug auf diese drei Krankheitsbilder innovative Hilfsmittel und Konzepte entwickelt, die nachweislich dazu beitragen, die Lebensqualität Betroffener deutlich zu verbessern.

Wirbelsäulenaufrichtende Orthesen jetzt in der Leitlinie des DVO empfohlen

Seit Juli 2006 ist neben medikamentöser Behandlung sowie der Empfehlung zu Bewegungs- und medizinischer Trainingstherapie zusätzlich der Einsatz von wirbelsäulenaufrichtenden Orthesen fest in der Leitlinie des Dachverbandes der Deutschsprachigen Osteologischen Fachgesellschaften (DVO) verankert. Die einzigen Orthesen, die diese Anforderungen nachweislich erfüllen, sind die Spinomed® Rückenorthesen der Firma medi. Bereits 2004 wurde im Rahmen einer Studie (Pfeifer, M.; Begerow, B.; Minne, H.W.: Effects of a new spinal Orthosis on Posture, Trunk Strength and Qualitiy of Life in Women with Postmenopausal Osteoporosis; Am J Phys Med Rehabil 2004; 83: Seite 177-186) wissenschaftlich belegt, dass das Tragen der medi Rückenorthese Spinomed® die Ausbildung eines Witwenbuckels verhindert, indem die geschädigte Wirbelsäule aufgerichtet und die geschwächte Rückenmuskulatur wieder aufgebaut wird. Spinomed® und Spinomed® active (Pfeifer, M.; Kohlwey, L.; Begerow, B.; Minne, H.W.: The Orthoses Spinomed® and Spinomed® active Improve Posture, Trunk Muscle Strength, and Quality of Life in Postmenopausal Women with Spinal Osteoporosis: A Controlled, Randomized, and Prospective Clinical Trial. Weltosteoporosekongress der Internationalen Osteoporose-Stiftung (“IOF”) Toronto, Kanada, Juni 2006; Poster P384MO)sind die einzigen Rückenorthesen, die den wissenschaftlichen Nachweis erbracht haben, den der DVO fordert. Da 30 Prozent aller Osteoporose-Patienten Männer sind, gibt es jetzt mit Spinomed® active men auch eine Rückenorthese speziell für Männer.

Aktuelle klinische Studie zur Stumpfabschirmung mit Umbrellan®
weist Wirksamkeit nach: Effektive Reduktion des Phantomschmerzes

Es gibt Hinweise darauf, dass Veränderungen elektromagnetischer Felder für das Auftreten von Phantomschmerz verantwortlich sein könnten. In der Studie von Kern et al. (Kern U., Altkemper B., Kohl M.: Management of Phantom Pain with a Textile, Electromagnetically-Acting Stump Liner: A Randomized, Double-Blind, Crossover Study. J Pain Symptom Manage. 2006 Oct; 32(4), 352-360) konnte gezeigt werden, dass eine textile, elektromagnetische Stumpfabschirmung durch einen Silikonliner aus Umbrellan® (medipro®Liner RELAX) signifikant den durchschnittlichen und maximalen Phantomschmerz reduziert. 30 Beinamputierte wurden nach Basisdokumentation doppelblind in zwei Gruppen randomisiert ausgewählt. Gruppe eins erhielt den elektromagnetisch abschirmenden medipro®Liner RELAX mit Umbrellan® und Gruppe zwei einen Placebo-Liner. Nach zwei Wochen wurde die Versorgung im Cross-over-Design gewechselt. Es konnten insgesamt 22 Dokumentationen ausgewertet werden. Es konnte gezeigt werden, dass die Dauerschmerz-Reduktion mit dem medipro®Liner RELAX ungefähr sechs Mal höher ist, verglichen mit dem Placebo-Liner. Eine Reduktion des Maximalschmerzes lag gegenüber dem Placebo 4,5 Mal höher. Die Schlafqualität der Beinamputierten war mit dem Umbrellan®-Strumpf um den Faktor 2,1 Mal besser als zuvor. Auch das gesamte Wohlbefinden konnte mit dem medipro®Liner RELAX aus Umbrellan® um das 3,8 fache gesteigert werden.

Veranstaltungshinweis MEDICA-Kongress

Dr. med. Kai-Uwe Kern (Schmerz- und Palliativzentrum Wiesbaden), federführend bei der Studie zum medipro®Liner RELAX, gibt seine Erfahrungen auf dem MEDICA-Kongress (Mittwoch, 15.11.06, 14.30 Uhr CCD Pavillon, Raum 15) in einem Workshop unter dem Titel „Phantomschmerzen und Stumpfschmerzen“ - Klinik, Mechanismen und neue Therapieansätze weiter.

Therapiekonzepte zur Vermeidung postoperativer Lymphödeme bei Liposuktion

Bei einem Lipödem kommt es zu einer atypischen Anhäufung von Fettgewebe an den seitlichen Hüften, den Oberschenkeln und den Oberarmen. Die Betroffenen klagen über Druckempfindlichkeit, Schwellungen in der zweiten Tageshälfte und extreme Hämatomneigung. Im Fettgewebe des Lipödems kann es als Spätfolge zu einem Stau der Lymphflüssigkeit kommen. Dieser steigert das Schmerzempfinden des Lipödems. Bei der lymphologischen Liposkulptur nach Cornely, wird das diätresistente Fettgewebe mit Tumeszenzlösung aufgeweicht und mit Hilfe einer vibrierenden Kanüle schonend abgesaugt. Um den Erfolg nachhaltig zu gewährleisten, ist eine parallel durchgeführte Kompressionstherapie unerlässlich, um entstandene Wundflächen im Unterhautgewebe zu komprimieren. Mit der Produktlinie lipomed® bietet medi Kompressionsbekleidung, die sich bei hocheffektiver Wirksamkeit durch einen angenehmen Tragekomfort auszeichnet. Nach Abschluss der Liposkulptur erhalten die Patientinnen zur Fortsetzung der Therapie die Kompressionsversorgung mediven® - einen Strumpf, der – in Flachstricktechnik gefertigt – eine schnelle schmerz- und narbenfreie Heilung sowie optimale Rückbildung der Haut fördert.

Besuchen Sie medi in Halle 4, Stände F8 und F10 oder im Internet auf www.medi.de.